Archive for the ‘HSV’ Category

Vorschau: Leverkusen – HSV

Donnerstag, Mai 5th, 2011


Ein Duell auf Augenhöhe, ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die coolere Mannschaft das Spiel für sich entscheiden wird. Die Mannschaft mit dem ersten Fehler wird verlieren. Das wäre schön, aber ist das aus HSV-Sicht wirklich zu erwarten?

Leverkusen stand seit dem 11. Spieltag auf einem CL-Platz (Ausnahme: 18. Spieltag). Seit dem 19. Spieltag stehen sie ziemlich unangefochten auf dem zweiten Platz und Bayern ist noch nicht mal in Reichweite auf Platz drei. Die letzten Heimspiele (außer das EL-Spiel gegen Villareal) wurden allesamt gewonnen. Leverkusen hat 21 Punkte mehr auf dem Konto, fast 20 Tore mehr geschossen und zudem weniger Tore kassiert. Das letzte Spiel in der BayArena sah ähnlich schlimm aus, wie Schalke bei ManU. Das Ergebnis von 4:2 täuscht meiner Meinung nach etwas über die haushohe Überlegenheit von Leverkusen hinweg. Der HSV machte sich – mal wieder – berechtigte Hoffnung auf einen der vorderen Plätze bis – ja bis man zum Auswärtsspiel nach Leverkusen fuhr. Danach war dann alles vorbei. Was also kann den HSV Fan positiv stimmen?

Leverkusen konnte von den letzten vier Heimspielen gegen den HSV lediglich 1 gewinnen und verlor 2. Aber zugegeben, die letzte Niederlage habe ich so deutlich vor Augen, dass diese Bilanz nichts beschönigt. Zudem geht der HSV am Stock. Es gibt eine Menge an Verletzten, mit dem Unterschied, dass das sonst immer als Ausrede für die Niederlagen hergenommen wurde und dieses Mal nicht. Obwohl mit Jansen, Ruud, Petric, Mathijsen, Demel es so schlechte Namen nicht sind – auf dem Papier. Dann fehlt noch Zé Roberto wegen seiner 5. gelben Karte. Aber jeder HSV Fan weiß was das heißt, wenn der HSV auf dem Papier die bessere Mannschaft ist oder nach dem Papier einen höheren Tabellenplatz einnehmen müsste. Ja, diese Konjunktive.

Die letzten beiden Spiele wurden verloren. Die Mannschaft spielte nicht frei auf, sondern schleppt immer noch ihre Rücksäcke mit auf den Platz. Es scheint, als wenn durch das Verpassen der EL-Plätze der letzte Zusammenhalt wegbröckelte. Na ja, wenn man vom Zusammenhalt sprechen kann. Zumindest das, was davon übrig blieb. Auswärts spielte der HSV gerade in der Rückrunde zum Schluss alles andere als hoffnungsvoll. Dann schießt der HSV auch kein Tor mehr. Entweder stehen Pfosten und Latte oder gar der gegnerische Torwart im Wege. Die Stimmung als HSV Fan sinkt immer mehr zu Boden.

Aber es gibt Hoffnungsschimmer:
Kacar steht wieder in der Startelf. Zé Roberto wird ersetzt. Pitroipa hat nach seiner Einwechslung gegen Freiburg an seine Hinrunden-Leistung anknüpfen können. Son war eine Belebung und verfehlte das Tor mehrmals nur knapp.
Na also, gibt doch noch Hoffnungsschimmer! 🙂

Oenning hat sich seine Spieler zur Brust genommen, hat sie auf das Spiel gegen Leverkusen vorbereitet und erwartet ehrlichen Fußball. Ich auch. Sonst erwarte ich eigentlich nicht viel vom Spiel, sondern werde mir ansehen, welcher Spieler wie mitzieht und sich einbringt.

Ansonsten hat für den HSV die kommende Saison bereits begonnen. Es geht darum eine Spielphilosophie zu transportieren, das Spielsystem und das Verständnis zu festigen. Es geht darum dem Trainer etwas anzubieten und zu zeigen. Das hat zwar im letzten Spiel nicht sonderlich geklappt, aber Veränderungen funktionieren auch nicht von heut auf morgen. Es dauert bis die Handschrift vom Trainer zu erkennen ist. Dass das bei Mannschaften länger dauern kann sieht man aktuell an Schalke 04. Da scheint die Mannschaft überhaupt nicht zu verstehen, was der Trainer möchte. Anders sind die letzten vier Auftritte nicht zu erklären. Selbst Jürgen Klopp brauchte Monate, bis sein Spielsystem von der Mannschaft umgesetzt werden konnte. Da es für den HSV um nichts mehr geht, sollten wir in Ruhe auf die Wandlung schauen und nichts erwarten. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann fing Jürgen Klopps Dortmunder Mannschaft mit 10 Spielen ohne Sieg an. Dort blieben alle im Verein ruhig. An dem sollten sich alle beim HSV ein Beispiel nehmen. Eine Veränderungen und dann so eine gravierende wie beim HSV kann nicht mal eben im Vorbeigehen erfolgen, denn dann wäre es kein Umbruch. Beim HSV standen in den letzten Spielen hauptsächlich die Spieler auf dem Platz, mit denen in den nächsten Jahren geplant wird. Aber zu der Umstellung, zum Umbruch kommt das fehlende Selbstvertrauen hinzu, welches nach den Pfiffen der eigenen Fans nicht stärker wurde.

Ob sich der HSV Fan am Samstag genüsslich zurücklehnen kann, wird daran liegen, ob der HSV mehr Schußglück haben wird, als gegen Freiburg. Es gab mehrere hochkarätige Schußmöglichkeiten, die ungenutzt blieben. So viele Chancen wird sich der HSV in Leverkusen sicherlich nicht erspielen, aber es würde ja reichen, wenn die erste Chance verwertet würde. Dann könnte es ein interessantes und spannendes Spiel werden. Das der HSV und damit die Mannschaft gut Fußball spielen kann hat sie unter anderem gegen Dortmund gezeigt. Das war eine Spitzenmannschaft und der HSV hat mehr als nur dagegen gehalten. Ich schätze Dortmund stärker ein als die Leverkusener. Aber die Leverkusener haben ein ähnliches Spielsystem wie Hannover. Eigentlich sieht man nicht, was die Mannschaft leistet, aber der Gegner kommt nicht zur Entfaltung und plötzlich führt Leverkusen und gibt die Führung dann nicht mehr her. Die Mannschaft hat gelernt auch die „dreckigen“ Spiele zu gewinnen, eine Eigenschaft mit der sie sonst nicht glänzen konnten. Aber eine wichtige Eigenschaft, um ganz oben mitzuspielen. Sie brauchen nicht viele Torchancen und haben ein sehr gefährliches Mittelfeld. Der Toptorjäger ist ausgerechnet ein defensiver Mittelfeldspieler. Damit ist die Mannschaft unberechenbar und es kann nur mit einer kompakten und geschlossenen Mannschaftsleistungen entgegen gehalten werden.

Hier hoffe ich, dass Oenning die Spieler wieder aufrichten konnte, so dass sie dieses wieder zeigen. Hinten kompakt stehen und vorne etwas mehr Schußglück und der HSV Fan kann vielleicht einen knappen Auswärtssieg feiern. Warum auch nicht? Die Bilanz in Leverkusen ist so schlecht nicht und das Fußballspielen haben unsere Spieler nicht verlernt. Ganz sicher nicht.

Aber wichtiger als das Ergebnis ist mir die Mannschaftsleistung, der Einsatz, der Wille und der Zusammenhalt. Ich werde darauf achten, ob eine Veränderung zu den vorherigen Spielen zu erkennen ist. Werde mir die jungen Spieler genau ansehen. Nicht für dieses Spiel, sondern im Hinblick auf die neue Saison. Sehe ich ehrlichen Fußball, wie Oenning es beschrieb, dann gebe ich mich auch mit einer Niederlage zufrieden. Denn, wie gesagt, diese Saison ist vorbei, es geht darum sich auf die nächste Saison vorzubereiten. Und dafür zählen die Punkte in dieser Saison nicht mehr.

Ich wünsche uns ein schönes und spannendes Spiel!

Nur der HSV! 🙂

HSV verliert auch gegen Freiburg

Samstag, April 30th, 2011


Oenning sagte, dass die letzten drei Spiele Erkenntnisse bringen werden, wer mitziehen möchte und wer nicht. Die Erkenntnis wurde von einigen Spielern so deutlich gezeigt, dass nur ein Schluss bleibt. Weg und einen noch gravierenderen Umbruch, als eh schon geplant.

Ein Trainer braucht Spieler, die seine Philosophie mitgehen und die verstehen, was er will. Nur dann kann es funktionieren. Das sieht man bei Klopp, der in den letzten drei Jahren die komplette Dortmunder Mannschaft austauschte und man sieht es noch deutlicher bei Felix Magath. Wenn Magath irgendwo Trainer ist, guckt er sich alle Spieler genau an und kauft und verkauft gnadenlos die Spieler, die passen oder eben nicht. In Wolfsburg kaufte er 30 Spieler und wurde Deutscher Meister. Er ging und die folgenden Trainer kamen mit diesem zusammengestellten Kader nicht zurecht. Die Zeit erhielten sie nicht, sich ebenfalls eine Mannschaft zusammenzustellen. Er geht nach Schalke, hat dort großen Erfolg, aber hat auch einen Komplettaustausch durchgeführt. Er ging und für drei Spiele sah es so aus, als würde Rangnick mit dem Kader zurechtkommen. Aber das ist nun vorbei. Ich bezweifle, dass die Schalker Mannschaft unter Magath so vorgeführt worden wären, wie es ManU machte. Auch die Niederlage gegen Bayern, die noch im Gange ist und nur noch eine Frage der Höhe ist, sieht danach aus. Magath geht zu seinen Wolfsburgern zurück und nach drei Unentschieden heimst er zwei Siege nacheinander ein und er wird es schaffen mit der Mannschaft nicht abzusteigen. Warum ich das alles schreibe?

Weil dieser Umbruch beim HSV auch bevorsteht. Oenning mit Arnesen hat die einmalige Chance beim HSV einen Umbruch durchzuführen und diesen schneller als es Magath je durfte. Denn die Spieler zeigen ihm in den letzten Spielen sehr deutlich, dass sie nicht mehr beim HSV spielen wollen. An erster Stelle nenne ich Elia und Zé Roberto. Der gerne einen gut bezahlten 2-Jahres-Vertrag wünscht. Aber das wird wohl nur eine Show sein. Obwohl er fordert gute Verstärkungen was aus seiner Sicht Sinn macht, denn dann kann er sich verstecken ohne dass es auffällt. Mit einer Mittelmäßigen Mannschaft oder einen jungen Mannschaft wird das so deutlich, dass es schon peinlich ist. Fremdschämen ist angesagt!

Spieler, mit denen geplant wurde, spielen sich aus der Mannschaft. Hierzu zähle ich auch Jarolim. So langsam wie er ist, kann das nicht mehr gut gehen und mit ihm sollte nicht verlängert werden. Wie man den Freiburger Spieler an der Mittellinie so sträflich harmlos begleiten kann ohne ernsthaft zum Ball zu gehen, ist eine Schande. Erwähnen muss ich auch Ben-Hatira. Was ist mit ihm los? Sind es die Nerven? Oder hat auch er ein anderes Angebot vorliegen? Immerhin läuft sein Vertrag auch aus und er könnte wie Torun gehen. Seine Stockfehler sind nicht nachvollziehbar, wo er doch so ein guter Techniker ist. War der Druck zu groß, aber welcher Druck?

Wer aufgepasst hat, sieht, dass das das gesamte Mittelfeld war. Deshalb ist es kein Wunder, dass die Bälle von Rost und der Abwehr nur lang nach vorne gespielt (geschlagen) wurden. Bei diesen Bällen ist die gegnerische Abwehr immer im Vorteil, aber was blieb ihr übrig? Es bot sich keiner an. Heute hat sich zudem auch Diekmeier versteckt, weil er den Ball auch nicht weiterleiten konnte, mangels Anspielmöglichkeiten. Aogo und Elia können nicht zusammenspielen. Da Aogo es sehr gut mit Jansen und anderen Spielern konnte, wird es wohl an Elia liegen. Somit haben wir unsere komplette Mannschaft aus dem Spiel genommen und der Gegner trat noch nicht mal auf. Im Sturm hingen dann Son und Guerrero. Das war der einzige Hoffnungsschimmer, den ich zumindest in Ansätzen sah. Son ist agil, er spielt mit, er spielt den einfachen, aber wirkungsvollen Ball. Er erspielt sich Chancen und er kreiert sie. Das hat mir gut gefallen und ich denke, dass Son nächste Saison Stammspieler wird. Das ihm nicht alles gelungen ist, ist erstens ob seines Alters normal und zweitens bei der Mannschaftsleistung verständlich. Aber er war der beste Hamburger auf dem Platz. Benjamin hat mir in Ansätzen auch gut gefallen und ich frage mich, warum er nicht als Backup behalten wurde.

Der angedachte Umbruch wird gnadenlos durchgezogen bei dieser Leistung und das ist das einzig Gute an den letzten beiden Niederlagen. Zé Roberto und Elia boten sich in den letzten Spielen schon an und nach dem heutigen Tag wird kein Hamburger Fan verstehen, würden diese beiden Spieler nicht abgegeben. Arnesen und Oenning sollen sich junge und talentierte Spieler holen. Ebenso kann der eine oder andere erfahrene Spieler geholt werden, da genügend Geld durch Ablöse und eingespartes Gehalt zur Verfügung stehen.

Westermann geht leider mit unter, obwohl er versucht vorne weg zu gehen. Guerrero war agil, anspielbar, aber er wollte zuviel und ihm gelang zu wenig. Als dann noch die Pfiffe gegen ihn kamen, hatte er seine Nerven gar nicht mehr im Griff und es ging nichts mehr. Die vergebene 100%-ige sei da erwähnt.

Die Hamburger Anhänger können sich auf einen Umbruch freuen und sollten der neu zusammengestellten Mannschaft mehr Geduld entgegenbringen als sie es der jetzigen Mannschaft entgegenbringen. Der Frust ist verständlich, hoffte der Fan doch auf einen guten Abschluss. Aber selbst der wird nicht geliefert. Obwohl die Mannschaft wollte und wenn ich jetzt mal ein paar Konjunktive verwende, hätte die Mannschaft drei, vier oder fünf Tore schießen können / müssen. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn der HSV das erste Tor geschossen hätte. Aber ich sage es ist gut, dass die Mannschaft es nicht schoß und so jeder sehen konnte, wer die Leistung verweigert.

Oenning sprach klar und deutlich an, was er von der Leistung hielt und mir hat es gefallen. Ich denke, wenn er und Arnesen es einigermaßen geschickt machen und sich die richtigen Spieler holen, wird der HSV wieder eine Mannschaft bekommen, an der sie sich erfreuen kann. Es wird nicht sofort der erfolgreichste Fußball gespielt werden, aber ich denke, wir werden schnelle und technisch gute Spieler sehen. Spieler, die den Ball stoppen, die den One-Touch-Fußball spielen und die auch in Bedrängnis angespielt werden können. Das sind Defizite, die ich bei der aktuellen Mannschaft nicht nachvollziehen kann. So viele Stockfehler auf einen Haufen kann keinem Fan zugetraut werden. Ganz schlimm! Aber es kann nur besser werden.

Das Spiel war so schlecht nicht vom HSV. Es gab Chancen, es gab einen Pfostenschuss und ein Tor, welches Guerrero verhinderte. Aber wenn ein Konter der Freiburger in der 15. Minute nicht unterbunden wird, dann liegt man im Rückstand und die Nerven flattern. Dann wird es schwer.

Ich bin gespannt, welche Konsequenzen Oenning in den letzten beiden Spielen ziehen wird und wer spielen darf. Pitroipa war übrigens eine Belebung!

Vorschau: HSV – Freiburg

Freitag, April 29th, 2011

Was kann über diese Begegnung gesagt werden, in dem es bei beiden Vereinen um nichts mehr geht? Freiburg hat seine 40 Punkte erreicht und kann zum ersten Mal frühzeitig für die nächste Saison planen. Der HSV nutzt die letzten Spiele, um sich alle Spieler genau anzusehen, um die letzten internen Entscheidungen zu treffen. Was können wir also erwarten?Beim HSV muss man gespannt sein, ob die Spieler wirklich verstanden haben, worum es geht. Denn es geht nicht um nicht weniger als ihren Arbeitsplatz beim HSV. Wer diese Chance nicht nutzt muss damit rechnen im Sommer verkauft zu werden. Es geht also für jeden einzelnen Spieler um viel. Es wird sich zeigen, wer in Zukunft beim HSV bleiben möchte oder wer eventuell seinen Rausschmiss provoziert. Wer dem Trainer und Sportdirektoren jetzt zeigt, dass auf ihn kein Verlass ist, kann davon ausgehen, dass sein Flehen erhört wird. Wer wird das sein?Die voraussichtliche Aufstellung wird sein:Tor: RostAbwehr: Diekmeier – Kacar (Besic) – Westermann – AogoDefensives Mittelfeld: JarolimOffensives Mittelfeld: Ben-Hatira – Zé Roberto – EliaSturm: Son – GuerreroDiese Mannschaft hat ein Durchschnittsalter von 26,5 Jahren und denken wir uns mal Drobny statt Rost, sinkt der Durchschnitt auf 25.5 Jahren. Es ist also ein deutliches Absinken in den letzten Spielern zu erkennen. Aber natürlich ist das Alter nicht alles. Das sieht man an Rost und Zé mit 37 bzw. 36 Jahren.Gespannt bin ich auf das Sturmduo Son und Guerrero, denn ich kann mir vorstellen, dass das die Formation sein wird, die nächstes Jahr spielen wird. Beides sind schnelle und technisch versierte Spieler, die ein Auge für den Nebenmann haben und Bälle erobern sowie den Ball halten können.Das offensive Mittelfeld hat bereits drei Spiel in dieser Formation gespielt. Hier bin ich gespannt, ob Elia seine Bremse wird lösen können. Er will ja, das sieht man deutlich, er läuft viel und ist defensiv sehr aktiv. Aber nach vorne spielt er sehr unglücklich, um es freundlich zu formulieren. Durchsetzungsfähiger ist da Ben-Hatira, auch wenn bei ihm noch Luft nach oben ist. Aber ein Spieler, der in die zweite Mannschaft abgeschoben wurde, den kein Verein kaufen wollte, sollte man eine gewisse Anlaufzeit zugestehen. Wird er weiterhin das Vertrauen des Trainers spüren, wird er es zurückzahlen. Zé Roberto ist in den letzten Spielen nicht der Taktgeber gewesen, wie ich es mir erhoffte. Bin gespannt, ob er die letzten Spiele noch mal zulegen kann und will. Von Jarolim weiß man, was er kann und was nicht. Das wird sich auch nicht mehr ändern.Die Abwehr wird, wenn Kacar spielen kann, in der Formation der letzten Spiele eingesetzt. Die Abwehr hat sich in der Rückrunde und besonders in den letzten Spielen stabilisiert. Es fielen kaum noch Gegentore, wozu auch ein sehr gut aufgelegeter Rost ist. Er hält was zu halten ist und verabschiedet sich von der Bundesliga.Was kann erwartet werden? Anhand der Statistik ein torreiches Spiel, welches der HSV gewinnt. Von den fünf Spielen, die der HSV zu Hause gegen Freiburg spielte, konnte er die letzten vier Spiele gewinnen. Dabei siegte der HSV mit mindestens 2 Tore Unterschied. Lediglich das erste Spiel wurde unentschieden gespielt. Ich hätte nichts gegen ein torreiches Spiel, welches der HSV für sich entscheidet. Vielleicht ist Son wieder in seiner Form der Hinrunde, in der er locker und unbeschwert aufspielte. Nach dem Asiencup überlegte er zu viel und verkrampfte. Aber die letzten Wochen änderte sich das von Tag zu Tag, so dass ich große Hoffnung auf Son setze. Ebenso auf Guerrero, der laut seiner Aussage verstanden hat, was Oenning von ihm erwartet. Das können alle HSV Fans nur hoffen.Was spricht gegen ein Sieg oder gar einen hohen Sieg? Dass die Mannschaft geschlossen eine Wiedergutmachung anstrebt und immer, wenn die Mannschaft etwas zeigen wollte, ging es schief. Siehe Stuttgart oder alle sonstigen Spiele, in denen sie sich und uns Fans enttäuschten.Aber ich hoffe auf die Brisanz des Umbruches. Es geht bei einigen Spielern um ihre Zukunft und es geht um den Beginn eines Umbruches. Ein Umbruch, den selbst die Spieler gut heißen und einfordern. Insofern kann es nur gut werden. Aber als HSV Fan ist man vorsichtig geworden. Immer wenn es Spiele gab, in denen ein Sieg erwartet wurde, wurde man enttäuscht.Vielleicht hilft es, wenn ich eine Niederlage erwarte, dann kann der HSV unbeschwert aufspielen und gewinnen. Wenn es doch so einfach wäre. 🙂Fazit:Ich erwarte eine HSV Mannschaft, die aggressiv in die Zweikämpfe geht, die ihre Zweikampfstärke der Hinrunde bewusst wird und den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lässt. Cisse wird von Westermann und Kacar in Schach gehalten, so dass es auf die Offensive ankommt. In den letzten Spielen war überraschenderweise das das Manko vom HSV. Aber ich glaube, dass die Veränderungen in der Mannschaft Auftrieb geben wird und sich viele Chancen erarbeitet werden. Hierzu wird Son sein erstes Heimspieltor schießen und Guerrero zeigen, dass er gewillt ist den Umbruch mitzugehen. Deshalb wird der HSV 2:0 gewinnen, wie das letzte Heimspiel.Auf geht es HSV!

HSV Erkenntnisse nach der Stuttgart Pleite

Sonntag, April 24th, 2011

Wie wohl alle HSVer hätte ich mich über einen Sieg gefreut oder zumindest einem schönen Spiel. Denn bekanntlich gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft. Aber was sahen wir gegen Stuttgart?Die ersten Minuten – es waren wohl 20 – konnte ich nicht sehen. Ich schaltete also den Fernseher ein, als der HSV bereits zurücklag und sich einem Feuerwerk von Angriffen der Stuttgarter gegenüber sah. 

Ich traute meinen Augen nicht und sah auf die Mannschaftsaufstellung, ob da etwas passiert ist, dass dieses Spiel erklären könnte. Aber ich fand nichts. Also sah ich mir die Spielweise der Stuttgarter an, die unser aller geschätzter HSV vor fast zwei Jahren auch spielte. Die Hinrunde – die beste aller Zeiten – war zum Träumen. Es wurde der Gegner in seiner Hälfte angegriffen, bei Ballgewinn sofort umgeschaltet und wir hatten Spieler, die die Tore machten. Meistens in den ersten Minuten oder ersten halben Stunde. Leider hat sich der damalige Trainer selber demontiert und steht jetzt bei den Gegner an der Linie. Schade, denn die ersten Spiele machten mut. Aber ein Trainer sollte nicht gegen seine Spieler arbeiten. Schade.

Aber was jammere ich und schwelge in alten Zeiten. Der HSV steht vor einem Umbruch. Es wurden einige Spieler genannt, die gehen sollen oder wollen (Ruud, Rost, Benjamin, Trochowski, Demel, Guerrero, Mathijsen) und einige, die unbedingt gehalten werden sollen (Zé Roberto, Jaroliim und Petric). Aber nach diesem Spiel frage ich mich, ob das der richtige Weg ist. Gut einem Zé schaue ich gerne zu. Seine Ballbehandlung ist einzigartig (na gut, fast) und seine Sprints, die er in der 89. Minute ansetzt, um dann doch noch den entscheidenden Pass für das Siegtor zu geben, sind weltklasse. Aber reicht ein Sprint oder drei in der letzten Viertelstunde? Denn öfters setzt er diese Sprints nicht an. Seine Ballbehandlung ist schön anzusehen, aber sie verlangsamt auch das Spiel. Und Petric! Was ist mit ihm los? Ich bin kein Freund von ihm, noch nie gewesen und nach seiner öffentlichen Anfeindung gegen Ruud ist er in meiner Gunst nicht gestiegen. Er ist nicht präsent, er gewinnt keine Zweikämpfe, er kann den Ball nicht halten und er vergibt seine Chancen. Seine Torquote mag gut sein, aber ist das wirklich alles? über Statistik wurde schon viel geschrieben. Wer sagt mir, dass wir nicht mehr Tore geschossen hätten, wäre er nicht auf dem Platz gewesen? Und Jarolim, nein, das kann es nicht sein. Ein Trochowski wurde ziehen gelassen, weil er meinte Kreisel drehen zu müssen statt das Spiel zu beschleunigen. Jarolim war immer anspielbereit – toll. Aber was hat die Mannschaft davon? Sie hat eine Anspielstation, die das Spiel verlangsamt. Wenn ihm der Ball gegeben wird, braucht kein Spieler einen Sprint ansetzen, denn der wäre umsonst. Ist es ratsam diese drei Herren zu behalten? Alle drei haben Schwierigkeiten mit dem schnellen Umschalten, mit dem schnellen Spiel. Aber genau das soll unter Oenning gespielt werden. Ein schnelles Spiel. 

Ich habe besonderes Augenmerk auf die Innenverteidigung gelegt. Entweder hat Kacar in den letzten Spielen schlechte Tage erwischt oder es zeigt sich, dass das nicht seine Position ist. Abgesehen davon, dass der Ball und der Rasen wohl so anders waren, dass kein HSV-Spieler den Ball annehmen konnte geschweige denn über 5 Meter zum eigenen Mann brachte, fragte ich mich bei vielen Aktionen unserer Innenverteidigung, warum es so schwer ist einen abgewerhten Ball einem MITspieler zuzuspielen. Auch Kopfbälle müssen nicht irgendwohin geköpft werden, auch diese können zum eigenen Mann kommen. Vielleicht ist Kacar auf Dauer mit der Position überfordert?! Auf alle Fälle wäre es wichtig, dass dort Spieler spielen, die die Zweikämpfe gewinnen, aber den HSV auch in Ballbesitz bringen. Wer wäre so ein Spieler? Vielleicht hat Arnesen so ein paar in der Hosentasche dabei, wenn er aus England oder London kommt.

Unsere Jugend. Ich wollte sie sehen und fragte mich, wo diese in der ersten halben Stunde war. Torun hat wohl schon längere Gespräche mit Stuttgart geführt, dass er so dem Gegner in die Karten spielte. Das war unterirdisch. Jeder Spieler darf Fehler machen, er darf einen schlechten Tage haben und wenn es ein junger Spieler ist, sowieso. Aber ich erwarte, dass ein Spiel gelesen wird und der Spieler nicht erst dann losläuft, wenn der Gegenspieler bereits den Ball am Fuß hat. Ein bisschen Zweikampfverhalten wäre von Vorteil. Das war gar nichts – leider. Obwohl er ab der 30. Minute zulegte. Ich freute mich wirklich, dass er sich zeigte und sich einsetzte. Seinen Lattenheber hätte ich ihm als Tor gegönnt. Die Auswechslung kam für mich dann doch überraschend, weil er dann zu den besten gehörte und voran ging. Wie auch Ben-Hatira. Auch er zeigte Herz und fing an zu kämpfen. Seine Ecken waren gefährlich und seine Dribblings erfolgreich. 

Mit den beiden Außenverteidigern bin ich soweit zufrieden. Obwohl eindeutig zu sehen ist, dass Aogo mit Elia nicht kann. Die beiden spielen so unterschiedlich, dass Aogo bei Elia nie mit nach vorne eingebunden wird. Das funkionierte früher mit Jansen viel besser und auch als Guerrero eingewechselt wurde, sah man deutlich den Unterschied. Da wurde Aogo gesucht! 

Wer sich aus der Mannschaft gespielt hat, war für meine Begriffe Elia und Petric. Was Elia spielt ist mir ein Rätsel, zumal er Aogo immer nur dann anspielt, wenn dieser mit dem Ball nichts anderes machen kann, also zurück zu spielen. Ich wollte Elia behalten, aber nach seinen letzten Auftritten – nein, bitte nicht. Auch Petric verstehe ich nicht. Aber vermutlich ist das Angebot, was er bekommen hat, mal wieder zu niedrig. Das hat sich in den letzten Jahren immer auf seine Leistung ausgewirkt, nicht nur beim HSV. 

Tesche kann nicht beurteilt werden. Er hat lange nicht gespielt. 

Son hat mir entgegen der Berichte von seinem Tief sehr gut gefallen. Ihn möchte ich sehen. Mal länger als nur ein paar Minuten.

Ich frage mich, ob ich nicht ein defensiven Mittelfeld mit Kacar und Besic besser fände. Besic und Kacar antizipatieren Bälle, sie laufen in die Räume, sind zweikampfstark und gut in der Spieleröffnung. Das fehlt uns. Beide können schnell spielen und haben ein Auge für den Mitspieler. Dazu auf den Außen Son und Ben-Hatira. Vorne im Sturm Guerrero und Torun. Das Besondere wäre, dass die Positionen gewechselt werden können, alle vier im Angriff können alle Positionen spielen. 

Da derzeit ein IV fehlt, würde ich Kacar dort erstmal die Saison zu Ende spielen lassen und Zé auf der 6 spielen lassen. Den Rest würde ich so lassen. Obwohl es kaum einen Rest gibt. 

Neue Spieler müssen für die IV kommen. Mit Besic, Tesche, Kacar, Rincon haben wir genügend 6er. Berg, Arslan, Bertram und Beister kommen zurück. Allesamt im Angriff. 

Ich traue Oenning und Arnesen den Umbruch zu, der schon mitten in Gange ist.

HSV spielt unentschieden gegen Dortmund

Samstag, April 9th, 2011

HSV muss in Unterzahl in der Nachspielzeit den Ausgleich gegen Dortmund hinnehmen

 

Was für ein Spiel, was für ein Spektakel. Schrieb ich in der Vorschau, dass ich hoffe, dass der HSV mithalten kann und das Spiel offen hält, kam ich voll auf meine Kosten. Die erste Halbzeit war wohl die beste, die ich sah. Dortmund hatte kaum Chancen, sie wurden in ihre Hälfte gedrückt. Der HSV stand Defensiv hervorragend. Die Veränderung in der Mannschaft seit dem Oenning das Sagen hat, sind erstaunlich. Es wurde schnell gespielt, es gab meist mehrere Anspielstationen und wurde der Ball verloren, sprinteten die Spieler zurück. Das war sehr schön anzusehen und macht Hoffnung. Dieses Spielsystem ist die Zukunft wie die Mannschaften zeigen, die oben stehen: Dortmund, Leverkusen (mit Abstrichen), Hannover und Mainz.

 

Die zweite Halbzeit war anfangs in Dortmunder Hand. Sie kamen wütend aus der Kabine und wie schon in der Vorschau geschrieben, vermittelt Klopp seinen Spielern detailliert, wie sie spielen müssen, um erfolgreich zu sein. Sie kamen öfters gefährlich vors Tor. Wäre die Mannschaft sonst in sich zusammen gefallen, hielt sie dieses Mal dagegen und konnte sich befreien. Sie hatte immer wieder Torchancen und spielte mutig nach vorne. Allerdings erkannte man bei einigen Spielern, dass das Kraft nachließ. Das äußerte sich in Abspielfehlern, in fehlender Ballannahme und Fehlpässen. Das spielte Dortmund natürlich in die Karten, die fast wütend auf den Ausgleich spielten. Mitte der zweiten Halbzeit gab es hochkarätige Chancen für Dortmund, aber entweder stand Rost goldrichtig oder Pfosten oder Latte. Es war eine Frage der Zeit, wann das Tor fallen sollte.

 

Aber der HSV konnte sich wiederum befreien und selber gefährlich vors Tor kommen. Es gab Chancen und im Grunde genommen glaubte ich jetzt an den Sieg, an die Überraschung. Leider fiel Ben-Hatira zu spät ein, dass er schon eine gelbe Karte hatte. Er legte seine Hand auf die Schulter von Schmeltzer, aber zog sie sofort zurück, als ihm bewusst wurde, wie gefährlich diese Aktion wäre. Schmeltzer hat sofort gewusst was passiert, wenn er sich fallen lässt und es kam, was kommen musste. Gelb rot. Ob man für das Foul unbedingt eine gelbe Karte hätte geben müssen? Aber in Unterzahl war eigentlich klar, dass Dortmund noch mal zulegen würde. Sie schossen schon viele Tore in der Nachspielzeit, so dass ich mit dem Schlimmsten rechnete.

 

Natürlich war der Ausgleich gerecht. Für die Dortmunder war dieser Punkt für die Psyche enorm wichtig, aber ein Dreier für den Endspurt hätte dem HSV auch sehr gut getan.

 

Ich hoffte, dass die Schiedsrichter nicht ins Spiel eingreifen würden, aber da täuschte ich mich leider. Diverse Fehlentscheidungen bei Abseits, Hummels bekam keine rote und noch nicht mal eine gelbe Karte als er Petric beim Torschuss foulte. Wieso da keine Karte gezogen wurde, war mir ein Rätsel. Wie wäre das Spiel dann ausgegangen? Diese Großzügigkeit in dieser Entscheidung hätte ich mir beim Foul von Ben-Hatira gewünscht.

 

Trotzdem bin ich sehr zufrieden, wenn auch traurig, ob des späten Gegentores. Die Leistung der Mannschaft macht mich zuversichtlich. Das war aller erste Sahne. Defensiv wie Offensiv. Ben-Hatira ist endgültig dabei sich frei zu spielen. Seine Leistung wird immer konstanter. Er hat viele Ideen und er kämpft 90 Minuten, wenn man ihn lässt. Nicht so gefallen hat mir Ruud in der ersten Halbzeit und Petric in der Zweiten. Nach seinem Tor spielte Ruud befreiter auf und ich hoffe, dass da noch mehr kommt in den letzten fünf Spielen. Leider sah ich Petric nicht beim Jubeln mit Ruud. Dass Petric Ruud nicht mag, ist bekannt, aber kann man das nicht wenigstens in den 90 Minuten auf dem Platz vergessen? Schade, sehr schade, genau wie die Sache mit seinem Berater in den Medien.

 

Die Abwehr spielte sehr souverän. Ich würde Mathijsen erstmal draußen lassen, denn Kacar und Westermann haben ein super Spiel gemacht. Westermann spielt in der Innenverteidigung einfach gut und auf der linken Seite besser als rechts. Kacar hat immer wieder seinen Fuß dazwischen gehalten und so viele Pässe unterbunden. Ebenso rettete er auf der Linie. Diese Reaktionsschnelligkeit ist es, die ich so an ihm mag. Er ist wach im Kopf, das ist wichtig. Aogo bildete mit Elia ein gutes Tandem, wie auch Diekmeier mit Ben-Hatira. Was Ben-Hatira alles gelaufen ist, Wahnsinn! Aber auch Diekmeier hat nicht nur in der Offensive überzeugt. Er spielt auch nach hinten sehr gut und wird immer sicherer. Elia ist mir zu verspielt. Seine Tricks bringen zu selten einen Gewinn. Die Ballverluste dagegen wiegen schwer, gerade gegen eine Mannschaft, die sofort umschaltet wie Dortmund. Zé hat erste Halbzeit das Spiel gelenkt und war ein wahrer Spielführer. Allerdings ist er in der zweiten Halbzeit etwas untergegangen. Aber sein Sprint am Ende der zweiten Halbzeit, als der Pass auf Jansen um einen Meter zu weit nach vorne war, gigantisch!

 

Jansen hat sich gut eingebracht, als er reinkam. Er war sofort im Spiel. Außer in der Nachspielzeit, da meinte er, dass er Pizcek nicht mehr decken müsste und ihn ruhig alleine stehen lassen kann. Schade. Wäre er da beim Mann gewesen, wäre das Gegentor wohl nicht passiert. Das ist umso schlimmer, weil er noch frisch war. Demel dagegen war ein Fremdkörper. Die Chance, als Zé nach vorne sprintete und Jansen verfehlte, dieser aber nachging und den Ball zurück erkämpfte, vergab Demel kläglich. Er spielte einen flachen Ball in die Mitte, wo drei oder vier Dortmunder warteten. Schade, diese Chance hätte anders ausgespielt werden müssen.

 

Der HSV ist mit Oenning auf einem sehr guten Weg. Spielt die Mannschaft so in den nächsten Spielen, werden wir noch ein paar schöne Spiele sehen. Wahrscheinlich werden auch einige Siege dabei sein, obwohl es ein sehr schweres Restprogramm ist. Aber wer nach Europa möchte, der muss gegen diese Mannschaften gewinnen.

 

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht zuzuschauen. Die Mannschaft hat gekämpft und gespielt. Sie hat harmoniert und war füreinander da. Die Stimmung ist gut und ich hoffe, dass das noch ausgebaut werden kann.

 

Nur der HSV!

Vorschau: HSV gegen den kommenden Meister

Donnerstag, April 7th, 2011

Es steht ein Heimspiel für den HSV an, der einfacher nicht sein kann. Dortmund ist die gesamte Saison jedem Gegner überlegen und meistens werden die Gegner so lange schwindelig gespielt, bis sie nicht mehr ein noch aus wissen und Dortmund ihre Tore schießen kann. Sollte die Mannschaft bis zur Halbzeit kein Mittel gefunden haben, weist der Trainer Klopp in der Pause auf die Lücken hin. Nicht umsonst schießt Dortmund in der viertel Stunde nach der Pause viele Tore. Was kann der HSV dieser übermannschaft entgegensetzen?Der HSV spielt unter Oenning offensiver und alle Spieler finden das toll. Aber eigentlich war die Offensive in den letzten Jahren auch nicht das Problem vom HSV, sondern die Defensive. Diese musste gegen München sechs, gegen Mainz vier und gegen Köln zwei Tore schlucken. Hoffenheim war dagegen eine Nullnummer. Die Frage ist, ob die Mannschaft versuchte kompakter zu stehen und deshalb vergaß, nach vorne zu spielen. Betrachtet man die abnehmenden Gegentore, kann es gegen Dortmund nur gut werden. Die Frage ist, ob die Kurve wieder nach oben steigen wird. Aber auch, wenn es zwei Gegentore gibt, könnte es positiv sein. Denn ich traue der „neuen“ Mannschaft unter Oenning zu, dass sie mindestens drei Tore schießen kann. Was spricht also gegen ein 4:2? Aus HSV Sicht wohl nichts. 

Die Mannschaft wird verändert. Für Mathijsen spielt Westermann. Jarolim wird dafür auf der Sechs spielen. Ruud wird zurückkommen. Keiner hält und verteilt die Bälle so wie er. Oenning will sich etwas ausdenken und ich bin gespannt, wie das aussehen wird. 

Was stimmt mich positiv, dass der HSV die überraschung schaffen kann, die sonst kaum einem gelungen ist? Diekmeier wird immer stärker, was mir Hoffnung macht. Auch heute im Training hat er Ruud eine schöne Flanke serviert. Mit jedem Spiel wird er sicherer, auch im Spiel nach hinten. Jetzt ist der HSV nicht mehr so leicht auszurechnen. Elia scheint unter ihm wieder aufzublühen und vielleicht kann Oenning aus Elia genauso viel herauskitzeln, wie es Labbadia die ersten Spiele schaffte. Elia in Hochform wäre eine Waffe. Dazu Ben-Hatira auf der rechten Seite und die Mannschaft kann über die Außen den Gegner unter Druck setzen. Aber mich freut es sehr, dass Westermann wieder auf der linken Innenverteidiger Position spielt. Denn neben Mathijsen spielen alle IVs unsicherer. Mit Westermann hat Kacar richtig gut gespielt, was mit Mathijsen als Nebenmann nicht mehr ganz so souverän aussah. Zudem spielt Westermann als Linksfuß besser auf der linken IV-Position. Deshalb prognostiziere ich, dass unsere Abwehr gut und sicher stehen wird. Sie wird natürlich unter Druck geraten, wenn die Dortmunder anrollen, aber sie wird nicht schwimmen. Auf unseren Sturm wird es ankommen, ob die Bälle vorne gehalten werden und die Mannschaft nachrücken kann. Sollte Ruud als Anspielstation funktionieren, die Außen Elia, Ben-Hatira sich durchsetzen, kann die Dortmunder Abwehr ausgespielt werden. Sollte es aufgehen, dass entweder die Mittelfeldspieler oder die Außenverteidiger regelmäßig mit nach vorne gehen und die beiden Stürmer füttern, werden am Samstag vier HSV-Tore fallen.

Die Mannschaft wirkt gelöst. Das Umfeld, welches derzeit sehr professionell arbeitet und die Mannschaft endlich mit einbezieht, wirkt sich positiv auf die Mannschaft aus. Oenning schafft es die Spieler zu motivieren und zu stärken. Das ist sehr wichtig, da das Selbstvertrauen in den letzten Wochen, Monaten und Jahren arg litt. Reicht es, wenn eine Mannschaft sich besser versteht, wenn sie füreinander da ist, wenn sie sich gegenseitig hilft und durch das entsprechende Training noch fitter ist? Reicht es für einen Sieg gegen Dortmund? Natürlich muss eine Menge passen. Ein wenig Glück, Tore in den passenden Momenten, souveräne Schiedsrichter und die überraschung könnte Wirklichkeit werden. Allerdings ist es ein schwieriges Feld. Der HSV wird nach vorne spielen und Dortmund selber unter Druck setzen. Sollten die Angriffe allerdings verpuffen und Dortmund ein schnelles Tor schießen, könnte es ähnlich blamabel werden wie gegen Bayern oder Mainz. Da spielte der HSV erst gut mit, aber mit der Zeit wurde die Mannschaft vorgeführt. Die Schnelligkeit, mit der Dortmund spielt, überfordert viele Mannschaften. Ich hoffe, dass Oenning im Training die richtigen Weichen stellte und unsere Spieler mithalten können. In den letzten Wochen wurde verstärkt auf Kondition, Kraft- und Ausdauertraining wert gelegt. Das könnte sich gegen Dortmund bemerkbar machen. 

Der Kopf spielt eine große Rolle. Glauben die Spieler an ihre Stärken, glauben sie an den Sieg, kann das Kräfte freisetzen. Dann kann sich die Mannschaft in einen Rausch spielen. Sollten allerdings noch die letzten Spiele gegen Dortmund in den Köpfen rumspuken und die Kritik nach dem Hoffenheimspiel dann kann das auch alles nach hinten losgehen. 

Das Ergebnis kann in beide Richtungen ausschlagen. Dortmund kann hoch gewinnen oder der HSV findet zur alten Stärke zurück und schlägt Dortmund zu Hause wie unter Labbadia. Da führte die Mannschaft schnell mit 3:0 und Dortmund kam nicht mehr ins Spiel. So ein Spiel wünsche ich mir, nur ich kann nicht recht dran glauben. Zu oft hoffte ich, dass die Mannschaft ein Zeichen setzt, dass sie mal eine kritische Situation meistert, und wurde immer wieder enttäuscht. Was macht die Mannschaft dieses Mal? Die Mannschaft macht einen guten und sicheren Eindruck, das Umfeld ist so ruhig, wie nie, die Spieler haben Klarheit, so oder so. Die Spieler, die bleiben wollen, werden sich zeigen wollen, aber auch die Spieler, die wegwollen oder sollen, werden sich zeigen wollen. Ich hoffe, dass das reicht und der HSV ebenbürtig ist.

Im Grunde genommen hoffe ich, dass der HSV mithalten kann und nicht vorgeführt wird. Wäre es ein Spiel, was auf Messersschneide ist, welches auf beiden Seiten Torchancen bietet, wäre ich mit einer knappen Niederlage nicht zufrieden, aber ich könnte damit leben. Denn das würde mir zeigen, dass die Mannschaft wieder lebt. Mit einem Unentschieden oder einem Sieg könnte ich wunderbar leben. Ich möchte nächste Saison international spielen und dafür müssen Siege eingefahren werden.

Obwohl ich hin und her gerissen bin, bleibe ich bei meinem Tipp: 4:2 für den HSV. Dabei schießt Ruud zwei Tore, eines Petric und eines Elia. Sollte es ein Sieg geben, wird die Mannschaft gestärkt in die nächsten Spiele gehen und einen Endspurt hinlegen, der ihnen keiner mehr zugetraut hat. 

Nur der HSV!

Danke HSV! 4:0 gegen Wer da?

Samstag, Februar 19th, 2011


Das tat gut. Das 1:0 nahm ich noch recht emotionslos hin. Außer einem lauten (okay, er war sehr laut) Schrei fing ich noch kein Feuer. Ich lehnte mich wieder zurück und wollte sehen, wie die Mannschaft weiter spielt. Wollte wissen, ob sie sich vielleicht durch ein blödes Gegentor alles selber versauen. Beim 2:0 schrie ich wieder und es war ein bisschen Genugtuung. Ich weiß gar nicht, wann wir zuletzt mit zwei Toren Differenz führten. Es war ein schönes Gefühl und es machte sich eine kleine Freude breit. Beim 3:0 habe ich mich gefreut und war richtig euphorisch. 3 Tore, da spürte ich, wie die Schmach vom Mittwoch ein wenig wich. Natürlich konnte dieser Sieg die Niederlage gegen Pauli, mit der wir oben angegriffen hätten, nicht wett machen. Aber es machte sich eine nicht mehr gekannte Freude breit. 3 Tore Differenz. Und dann das schöne 4. Tor von Ben-Hatira. Ja, da war ich dann nicht mehr zu halten. Es war eine Befreiung, es war eine unbändige Freude und es war schön, endlich mal einen Sieg so sicher nach Hause zu fahren. Danke HSV! Das war die richtige Antwort auf Mittwoch und ich danke euch wirklich sehr!

Armin Veh hat verändert und neue Kräfte gebracht. Und sie taten dem Spiel richtig gut. Ruud musste raus, er war mit den Gedanken einfach nicht beim HSV und ihn hemmte etwas. Mit den Leistungen muss er auf die Bank, dafür haben wir zuviele gute Offensivkräfte. Jansen musste auch raus, was verständlich war. Er hätte am Mittwoch wohl nicht spielen sollen, denn er ist noch nicht wieder bei 100% und zwei Spiele innerhalb vier Tagen war zuviel. Ben-Hatira raus. Da glaube ich weniger, dass es an seiner Leistung oder seinem Einsatz lag, sondern, lediglich daran ihm eine Pause zu gönnen und etwas Neues zu probieren. Jarolim raus. Er hat viel gearbeitet gegen Pauli, aber für mich ist Jarolim einfach zu langsam im Denken. Er sieht Situationen nicht, macht das Spiel langsam und spielt nur sichere Pässe. Er sieht die Lücken nicht, er kann nicht vorausschauen, wenn es um die Offensive geht. Für mich ist auf der Position ein Kacar oder ein Westermann wertvoller. Ein Tesche konnte leider nie wirklich zeigen, was er kann. Es scheint, dass er immer mit Handbremse spielt. Rincon ist nicht konstant genug und hat auch nach vorne seine Schwächen. Für mich machten die Wechsel Sinn. Zwar hätte ich die Positionen von Westermann und Kacar getauscht, aber wurde durch das Bremenspiel eines besseren gelehrt. Alles richtig gemacht, Armin Veh!

Frische Kräfte kamen rein. Son, Guerrero, Pitroipa und Kacar. Kacar hätte ich gegen Pauli schon spielen lassen, aber nun stand er auf dem Platz. Auf Son war ich gespannt, wie er nach dem Asien-Cup spielen würde. Und bei Guerrero hoffte ich auf eine Explosion. Pitroipa wünschte ich wieder die Leistungen von der Hinrunde, wo er seinen Gegenspielern Knoten in die Beine spielte. Und das System von Veh ging auf.

Hinten stand die Mannschaft wie in den letzten Spielen schon sehr sicher und kompakt. Eigentlich habe ich keine Angst mehr, wenn der Gegner angreift, weil wirklich jeder für jeden läuft und die Bälle oft schon vom Mittelfeld in der Rückwärtsbewegung zurück gewonnen werden. Die Abwehrkette muss oft gar nicht eingreifen. Rost hat sogar den Querschläger von Kacar gut gefangen. Gut, dass Rost niemals abschaltet. Kacar und Mathijsen hatten anfangs noch ihre Gewöhnungsphase. Sie spielten noch nie zusammen. Aber das harmonierte immer besser. Aogo ist in den letzten Wochen und Monaten gewachsen. Er übernimmt Verantwortung. Seine Aussagen bei der Pressekonferenz fand ich sehr souverän und auf dem Platz hält er seine Seite dicht. Demel fiel nicht auf, nicht negativ und nicht positiv. Nach vorne hat er sich wohl gegen Pauli verausgabt, denn da kam heute nicht viel. Bei den harmlosen Angriffen der Bremer kann ich ihn defensiv nicht richtig einschätzen. Westermann hat mich überrascht. Er spielte diese Position sehr aggressiv, gewann viele Bälle und versuchte sofort den Ball nach vorne zu spielen. Das ist moderner Fußball und so muss es gespielt werden. Nicht alle Pässe kamen an, aber das machte nichts. Ze Roberto wird stetig besser. Seit der Rückrunde steigert er sich von Spiel zu Spiel. Gerade in der ersten Halbzeit, als die gesamte Mannschaft unsicher agierte, übernahm er Verantwortung. Das hatte ich so von ihm noch nicht gesehen. Bis dato war er gut, wenn die Mannschaft gut spielte und umgekehrt. Aber heute hat er immer wieder den Ball gefordert und das Spiel diktiert. Pitroipa brauchte auch um in das Spiel zu kommen, aber man sah schon, dass er wieder freier im Kopf war. Ihm gelang mehr und er probierte auch mehr. Das sah schon fast wie in der Hinrunde aus. Noch ein zwei Spiele und er wird noch besser. Son hat mir imponiert. Er kam in einer sehr schweren Zeit in die Mannschaft. Nach der Niederlage gegen Pauli und eine weitere Blamage wäre eine Katastrophe gewesen. Es konnte nur verloren werden. Er brauchte ein paar Minuten, aber dann war er im Spiel. Er war immer anspielbar, hat den Ball sehr gut weitergeleitet, hat oft schnell gespielt und dadurch Löcher gerissen, war an vielen gefährlichen Situationen beteiligt. Sehr gut. Dafür, dass es nach seinem Asien-Cup das erste Spiel war, hat er mir sehr gut gefallen. Auch hat er die Eigensinnigkeit von der Hinrunde, als er seine Tore in zwei Spielen schoß, abgelegt. Das tut ihm gut. Petric und Guerrero waren in den ersten Minuten sehr beweglich. Griffen die Bremer vorne an und liefen viel. Aber das legte sich nach ein paar Minuten und dann habe ich beide nicht mehr gesehen. Nach dem Tor von Petric kamen beide Stürmer zurück und machten ordentlich Dampf. Und vor allem – Petric kann kämpfen! Das hätte ich nicht gedacht und wenn er das in den nächsten Spielen beibehält, kann es sein, dass ich Petric länger beim HSV sehen möchte. So ist er sehr wertvoll für den HSV! Guerrero wurde auch immer stärker und zeigte mit seinen beiden Toren, dass er da ist.

Für mich hat es jeder andere Spieler schwer in die Mannschaft zu kommen. Diese Mannschaft würde ich auch gegen Kaiserslautern so spielen lassen.

Ich war sehr froh, dass die Fans spätestens nach dem ersten Tor anfingen hinter der Mannschaft zu stehen. Nach dem zweiten und dritten Tor hat man auch wieder die Gesänge gehört. Tja, die Niederlage gegen Pauli sitzt tief. Obwohl es bei mir nicht der Gegner war, denn gegen die Mannschaft von Stanislawski kann man verlieren, aber es war wieder ein Moment, wo der HSV zugreifen musste. Es war wieder die Möglichkeit etwas zu erreichen und wie in den letzten Jahren wurde diese erneute Chance vertan. Mit drei Punkten mehr würden wir auf Platz vier stehen und schnupperten an den CL Plätzen. Aber das ist nicht mehr zu ändern. Ich hoffe, dass die Befreiung, die ich während des Bremenspiels erfuhr auch die Mannschaft so erlebt hat. Es wäre schön, wenn das ein Befreiungsschlag war, der auch die Mannschaft mitreißt. Es wäre dem HSV und seinen Fans zu wünschen!

Die Voraussetzungen sind gut. Hinten steht der HSV so gut, wie lange nicht. So kompakt habe ich den HSV die letzten JAhre nicht gesehen. Zuletzt unter Thomas Doll, als er den HSV in die CL führte. Zudem haben wir mit Pitroipa, Son, Ben-Hatira, Jansen, Elia Spieler, die Löcher reißen können. Vorne haben wir drei Goalgetter. Es ist angerichtet.

Meine Zuversicht ist zurück! 🙂

Verdienter Derbysieg von Pauli beim HSV

Mittwoch, Februar 16th, 2011


Wer hinten kein Tor fängt und vorne eins schießt, der hat verdient gewonnen. So schmerzhaft es auch ist, aber die Niederlage hat sich der HSV selbst zuzuschreiben.

Der HSV ist in allen Belangen überlegen, nur nicht in der, die im Fußball zählt. Und das sind die Tore. Da hat der HSV es nicht geschafft ein Tor zu schießen. Meine Hoffnungen, die ich ein Jahr lang in Ruud gesetzt hatte, habe ich heute begraben. Er hat auch heute wieder eine hunderprozentige nicht genutzt. Genauso wie Ben-Hatira, aber er ist 22 Jahre alt und Ruud ist mehrfacher Torschützenkönig gewesen. Er weiß, wie man cool bleibt und die Bälle im Tor versenkt. Aber leider nicht mehr nach seiner sehr langen Verletzung in Madrid. Er kommt nicht in fahrt. Aber auch sonst hat der HSV keinen Goalgetter, keinen Gomez, keinen Cisse, keinen Gekas, keinen Barios. Und das Mittelfeld ist nicht torgefährlich genug. Das was Jol damals schon monierte, konnte nicht verbessert werden. Ben-Hatira wirbelte heute genial die Pauli Abwehr durcheinander, aber er schaffte es nicht einen Kollegen freizuspielen oder selbst frei zum Schuss zu kommen. Außer bei seiner tausendprozentigen Chance, aber das wollte er leider zu schön und genau machen. Aber wer strahlte sonst Gefahr aus? Ruud – nein, Petric – nein, Guerrero – nein, Elia – nein, Jansen – nein, Pitroipa – nein, Ben-Hatira – ein bisschen. Wer bitte soll denn beim HSV die Tore schießen? Hinten stand der HSV kompakt und sehr sicher. Das Tor fiel auch nach einer Ecke, bei der sich die Innenverteidiger nicht gut anstellten. Wo waren die Bewacher von Asamoah und dem anderen Paulianer, der ebenso frei stand? Aber gut, im Normalfall kann der HSV auch zwei oder drei Tore schießen, aber nicht heute und nicht in dieser Saison. Die Spiele können nur gewonnen werden, wenn hinten zu Null gespielt wird und vorne dann durch Glück oder ein bisschen Können ein Tor fällt. Das ist zu wenig. Leider.

Der HSV hat gut begonnen. Er spielte richtig stark. Gewann die Zweikämpfe, war gedankenschneller, war präsent, war laufstark und es war eine Frage der Zeit, wann das erste Tor fallen würde. Leider fiel es nicht und am Ende hätte der HSV noch Stunden spielen können. Heute wäre kein Tor mehr gefallen. Obwohl bis zur letzten Sekunde gekämpft und geackert wurde. Man kann keinem einen Vorwurf machen, außer, dass die Torchancen nicht genutzt wurden. SEi es von Ze Roberto, Ruud, Ben-Hatira, um nur die besten aufzuzählen. Aber heute war der HSV nicht torgefährlich, nicht bei den vielen Ecken, noch bei den vielen Freistößen. Es fehlte immer ein Tick oder es war ein Bein dazwischen.

Rost war ein Rückhalt, wenn er gefordert wurde. Das war nicht oft, aber zwei Mal hat er gut gehalten. Beim Tor war er machtlos, da der Ball am kurzen Pfosten verlängert wurde. Da sieht jeder Torwart schlecht aus. Aogo hält seine Seite dicht. Kein gefährlicher Angriff, wie schon in den letzten Spielen, kommt über seine Seite. Auch nach vorne bietet er sich an, aber wird viel zu selten von seinen Vordermännern angespielt. Mathijsen hatte seine Mühe mit Asamoah. Ich habe ein paar Mal überlegt, ob es gut war, dass er und nicht Kacar auflief. Auch beim Gegentor hatte ich mich gefragt, ob Kacar den Ball weggeköpft hätte. Westermann hat gut gespielt und ein paar Mal das Spiel geöffnet, obwohl auch immer mal wieder einer ins Aus oder zum Torwart ging. Demel spielte offensiv so stark wie lange nicht. Er tendelte nicht so viel, sondern war zielstrebig, was ihm sonst fehlt. Aber nach hinten, ja, da hat er seine Schwächen und das nutzte Pauli immer wieder aus. Stanislawski stellt seine Mannschaft immer auf die Schwächen der Gegner ein und sie wussten, dass Asamoah gegen Mathijsen in den Zweikampf gehen und dass Bartels oder Kruse gegen Demel in das Laufduell müssen. Wenn es gefährlich wurde, dann auf Demels Seite. Ze Roberto und Jarolim haben sehr gut gespielt. Beide haben hinten den Laden dicht gehalten und sich immer wieder nach vorne eingeschaltet. Jarolim hat das Spiel sogar nicht verlangsamt, sondern oft schnell weitergespielt. Das gefiel mir richtig gut. Ben-Hatira hat an seine ersten beiden guten Spiele angeknüpft und Veh sein Vertrauen zurückgezahlt. Er ackerte nach hinten, gewann sehr viele Zweikämpfe in der Rückwärtsbewegung und war nach vorne immer wieder gefährlich. Er setzte seine Mitspieler gut in Szene oder traute sich selber mal ins Dribbling. Für mich der beste Spieler. Jansen war leider überhaupt nicht zu sehen. Nach seiner langen Verletzung waren zwei Spiele in der kurzen Zeit zu viel. Von ihm kam nichts. Aber auch Elia, der in der zweiten Halbzeit kam, konnte nichts bewegen. Das er technisch begnadet ist, hilft nicht, wenn er das nicht in gefährliche Torszenen oder Vorlagen umsetzen kann. Keine Flanke, kein Pass führte zu einer Torszene. Schade, dass bei Elia der Knoten nicht platzt. Ruud hatte das 1:0 auf dem Fuß, aber er konnte den Kopfball freistehend nicht verwerten. Petric wollte zu viel und hat ncihts erreicht. Er wollte das Tor machen, aber es gelang ihm nicht viel. Pitroipa kam für Ben-Hatira, aber er konnte nicht mehr für Impulse sorgen. Er ging in der Unordnung, die zum Schluss immer mehr wurde, mit unter. Auch Guerrero konnte keine Impulse mehr setzten und auch er wurde von der Hektik geschluckt.

Ein bitterer Sieg für den HSV, der Pauli an die Wand gespielt hat, der sich viele Torchancen erarbeitete, der Pauli keine Luft zum Atmen ließ, aber der Pauli am Leben ließ, weil sie kein Tor geschossen haben. Pauli existierte kaum, außer am Schluss, als sie ein paar Konter bekamen, als der HSV alles nach vorne warf.

Wer wird beim HSV die Tore schießen? Wer wird gegen Bremen ein Tor schießen? Die Woche fing gut an mit dem Sieg gegen Wolfsburg, aber die Niederlage gegen Pauli sitzt tief und ich bin gespannt, wie die Spieler diese Niederlage verkraften werden. Hoffentlich können sie die schnell abhaken und sich auf Wer da konzentrieren, denn sonst gibt es die nächste Heimniederlage.

Schade, aber heute war der Fußballgott Braun-Weiß!

HSV – St. Pauli, die Zweite

Sonntag, Februar 13th, 2011


Ein Termin ist gefunden und das Nachholspiel soll stattfinden. Eine zweite Betrachtung auf das Hamburger Stadtderby. Eigentlich könnte man meinen, ich könnte hier den Vorbericht vom ursprünglichen Termin verwenden, aber weit gefehlt.

Die Bedingungen haben sich komplett verändert. Beim Ersttermin waren bei Hamburg alle fit und aus den letzten vier Spielen konnten drei Siege verbucht werden. Bei St. Pauli war es anders. Dort musste man Angst haben, dass zum Stadtderby keine Auswechselspieler mehr auf der Bank sitzen, weil alle verletzt oder gesperrt waren. In den letzten vier Spielen stand ein Sieg, eine Niederlage und zwei Remis bei den Braun-Weißen zu buche. Der große HSV wurde als großer Favorit gesehen und mit den vielen Verletzten von St. Pauli konnte auch kein Hamburger Fan umhin auf seinen HSV zu setzen. Aber das gerade solche Begegnungen oftmals dem vermeintlich Kleinen in die Karten spielt, ist jedem Fußballkenner bekannt. Aus diesem Grunde bin ich sehr froh, dass das Spiel ins Wasser fiel und wir jetzt andere Bedingungen haben.

Der HSV ist immer noch komplett und hat aus den letzten fünf Spielen vier Siege eingefahren. Das ist gleich, aber auf Seiten des Underdogs hat sich etwas getan. Kaum noch Verletzte und ein Sieg gegen Gladbach. Die provozierte rote Karte von Lehmann, die er unsportlicherweise auch so zu Protokoll gab, lässt auch den vermeintlichen Aussenseiter anders dastehen. Solche Aktionen kosten viele neutrale Fans. Sowieso steht der FC St. Pauli derzeit mit Aktionen in den Medien, mit denen dieser Verein so rein gar nichts zu tun haben wollte. Provozierte und unsportliche Forderung einer roten Karte und Verdacht auf verschobene Spiele von St. Paulianern. Teilweise zugegeben und teilweise als Gerücht. Aber so oder so kostet das dem beliebten Verein Punkte bei den Fans. Das Mißverhältnis von HSV zu St. Pauli hat sich relativiert, zumindest vor diesem Stadtderby.

Der HSV hat in Wolfsburg an die Leistung der ersten beiden Rückrundenspiele angeknüpft. Es gab wieder ein 1:0. Aber vor allem hat die Mannschaft kompakt gestanden und die Zweikämpfe angenommen. In Nürnberg wurden diese Zweikämpfe nicht angenommen und Nürnberg damit stark gemacht. Aber nach dem in Wolfsburg defensiv wieder gut gestanden wurde, bin ich zuversichtlich für das Derby. Natürlich ist ein Derby immer etwas anderes, aber die Chancen, dass der HSV gewinnt sind gestiegen. Ein angeknockter Boxer ist gefährlicher, als einer, der gerade einen Kampf gewonnen hat und mit breiter Brust zum Gegner fährt. Das ist ein Kampf auf Augenhöhe. Genau das brauchen die Hamburger Spieler. Sie müssen wissen, dass ein starker Gegner wartet, den es gilt zu schlagen. Da holen die Spieler immer ein paar Prozente mehr aus sich heraus und können zulegen.

Zudem hat Jansen eine gute Partie gemacht und sich Wettkampfpraxis holen können. Obwohl er technisch nicht so versiert ist wie Elia, macht er nach vorne mehr Dampf und ist an mehr gefährlichen Aktionen beteiligt. Schade, dass Elia seine Fähigkeiten nicht so einsetzen kann, dass er seine Seite beackert und öfters gefährlich wird. Auf der anderen Seite hat Ben-Hatira gut gespielt, aber ob er in der Startelf bleiben wird, kann ich nicht sagen. Aber Pitroipa hatte die letzten Spiele nachgelassen und war nicht mehr so gefährlich, wie zu Anfang der Saison. Deshalb kann es sein, dass Ben-Hatira wiederum den Vorzug vor Pitroipa erhält. Gespannt bin ich, was Armin Veh mit Ruud macht. Ruud war am 1:0 in Wolfsburg als Flankengeber beteiligt, aber er gewinnt lange nicht mehr so viele Zweikämpfe wie noch zu Anfang der Saison. Da konnte er sich öfter in den Zweikämpfen behaupten, den Ball halten und den nachrückenden Spieler anspielen. Auch kann er seine Chancen nicht nutzen. Vielleicht lässt Armin Veh aber auch Ben-Hatira statt Ruud im Sturm auflaufen und Pitroipa über rechts stürmen. Auch ist die Frage, ob Son nach seiner Asienreise wieder fit genug ist, um in den Kader zu rücken. Son könnte auf allen offensiven Positionen eingesetzt werden und wäre eine gute Alternative. Ich rechne in der Innenverteidigung damit, dass Kacar für Mathijsen in die Mannschaft kommt. Habe ich mir das eingebildet oder spielte Westermann ruhiger, als Mathijsen ausgewechselt wurde? Zudem spielt Westermann mit Mathijsen als Linksfuß auf der rechten Seite und mit Kacar würde er auf die linke Innenverteidigerposition wechseln. Nach dem mir Demel in den letzten Spielen nicht so gut gefallen hat, würde ich Benjamin als Rechtsverteidiger auflaufen lassen. Somit sähe meine Aufstellung folgendermaßen aus:
Rost
Benjamin – Kacar – Westermann – Aogo
Jarolim – Zé Roberto
Pitroipa – Jansen
Petric – Ben-Hatira

Ja, ich als Ruud Fan, würde ihn draußen lassen. Ich finde es sehr schade, dass Ruud beim HSV nicht an seine guten Zeiten anknüpfen konnte. Eine Auszeit wird ihm vielleicht gut tun.

Ich bin froh, dass St. Pauli die letzten Spiele so gut gespielt hat, so dass der HSV gewarnt ist und weiß, dass ein starker Gegner kommt. Nehmen alle Spieler dieses Spiel ernst, gehe ich davon aus, dass der HSV gewinnt. Ob wieder mit 1:0 kann ich nicht sagen. Ich hätte auch nichts gegen ein 3:0. Hauptsache Sieg. Denn ich lehnte mich weit aus dem Fenster und sagte zu Honk, dass ich eine 9-Punkte-Woche erwarte. Deshalb kann es nichts anderes geben als einen Sieg. Egal wie, wenn es sein muss wieder mit einem Elfmeter.

Jetzt drücken wir alle die Daumen, dass nichts mehr dazwischen kommt und das Spiel am Mittwoch um 18.45 Uhr stattfinden kann.

Nur der HSV!

Vorbericht: Hamburger Stadtderby HSV – FC St. Pauli

Freitag, Februar 4th, 2011


Der HSV lädt zum Stadtderby im eigenen Stadion. Die Kräfteverhältnisse scheinen klar. Da steht der Dino HSV gegen den Underdog St. Pauli und das im eigenen Stadion, vor den eigenen Fans, auf dem neu verlegten Rasen. Es ist angerichtet, die Stadt und die Fans fiebern dem Spiel entgegen. Und wie bei jedem David gegen Goliath kann nur David gewinnen.

Wie sieht es vor dem Spiel beim Gastgeber HSV aus?
Der HSV musste im letzten Spiel in Nürnberg eine herbe Schlappe schlucken. Nach zuvor drei Siegen in Folge wurde geträumt, von Europa und Champions League. Es wurde von drei Auftaktsiegen in Folge geträumt und von besseren Zeiten. Aber das Spiel in Nürnberg hat alle wieder auf den Boden zurückgeholt. Rechtzeitig für das Derby? Beim HSV gilt das Phänomen, dass nicht nur die Fans träumen, sondern auch regelmäßig die Spieler. Deshalb schafft die Mannschaft es nicht, bei den wichtigen und entscheidenden Spielen zuzulegen. Sie träumt und vergisst das Kämpfen, das Laufen, das Spielen. Deshalb folgt auf ein paar gewonnenen Spielen immer ein Knick. Wie sehr das gerade entflammte Selbstvertrauen darunter litt und ob die Spieler den Druck des Stadtderbys standhalten, wird sich am Sonntag zeigen.
Rechtzeitig zum Stadtderby sind die Personalsorgen zurückgekehrt. Die Abwehr muss mal wieder völlig neu zusammengestellt werden und es spielen Spieler, die nicht 100% fit sind. Mathijsen wird für den rotgesperrten Kacar auflaufen. Dadurch rückt Westermann, der mit einer Magendarmgrippe angeschlagen ist, auf die rechte IV-Position. Demel ist ebenfalls angeschlagen. Alternative? Benjamin ist noch nicht fit, Rincon eine Wundertüte – mal gut mal schlecht.

Es harkt in der offensiven Abteilung. Elia und Pitroipa zeigten in der Rückrunde selten bis gar nicht, was sie könnten. Ruud war ein Schatten seiner Selbst, Petric nach seiner langen Verletztenpause noch nicht im Rhythmus, Guerrero nicht vorhanden. Ben-Hatira läuft wohl doch zu viel, so dass in Nürnberg der Akku leer schien. Die beiden 6er-Positionen mit Zé Roberto und Jarolim spielen solide. Aber das ist für diese beiden Namen nicht genug. Gerade von Zé Roberto wird mehr erwartet, er soll die ordnende Hand sein, aber versteckt sich, wenn es nicht läuft. Er glänzt erst, wenn die Mannschaft auf einem hohen Niveau spielt.

Was bleibt an Hoffnung für das Stadtderby?
Der Kredit der Hinrunde wurde komplett verspielt. Die drei Siege – egal wie dreckig erspielt – waren ein Lichtblick, der auf alle hätte überschlagen können, aber dieser Lichtblick wurde in Nürnberg ausgelöscht. Alle sind ratlos: Die Fans, die Spieler, die Führungsetage.

Wie zeigt sich der HSV in diesem brisanten Duell? Der Druck liegt klar auf Seiten des HSV. Alles andere als ein Sieg wäre eine Schande. Zum einen, weil gegen den kleinen Nachbarn nicht deutlich und hoch gewonnen wurde, zum anderen, weil Europa wieder in weite Ferne rücken würde. Verlieren kann nur der HSV.

Erhofft wird eine Explosion, eine Leistungssteigerung, eine Mannschaft, die sich zerreißt und alles gibt. Erhofft in zwei Richtungen. Die Fans könnten mit so einer Leistung zurückgewonnen werden. Sie verzeihen gerne, wenn die Mannschaft etwas anbietet. Und um den Gegner zu zeigen, wer Herr im Haus ist. Der Gegner wird genau das tun. Er weiß von vornherein, dass nur Kampf und Wille auf ihrer Seite stehen. Keiner erwartet von St. Pauli, dass sie spielerisch glänzen, keiner, dass sie gewinnen, allenfalls ein Unentschieden. Ein Unentschieden wäre machbar, wenn kein Gegentor zugelassen wird. Alle Gäste in der HSV Arena wissen, dass ein tiefstehender Gegner für den HSV eine unüberwindbare Hürde darstellen. Wird dazu noch Kampf angeboten ist mit ein wenig Glück sogar ein Sieg drinnen. Das ist das Spiel des St. Paulis und spielt ihnen in die Karten.

Wie wird sich die Mannschaft präsentieren? Wen wird Armin Veh aufstellen?
Er braucht Spieler, die gegenhalten können und sich nicht zurückziehen, wenn sie auf die Socken bekommen. Aus diesem Grunde würde ich einen Elia und Pitroipa nicht spielen lassen. Beide mögen es nicht, wenn ihnen einer auf den Socken steht. Ihnen fehlt das Kämpferherz, dass sie nach ein paar Tritten erst Recht zulegen. Jansen und Ben-Hatira sind Spieler, die wollen und kämpfen bis zum Schlusspfiff. Das wäre passend für das Spiel. Zumal Ben-Hatira seine Stürmer sucht und diese ständig bedient. Das würde helfen sich wieder Torchancen zu erarbeitetn. Ein Jansen läuft zur Torauslinie und versucht jeden Lauf mit einer Flanke abzuschließen. Auch er sucht seine Stürmer. Und gute Stürmer hat der HSV. Es werden Ruud und Petric stürmen. Beide sind erstklassige Spieler, beide können aus dem Nichts Tore schießen. Wen wird er auf der 6er Position spielen lassen? Jarolim denkt zu langsam und verschleppt dadurch das Spiel. Er ist keiner, der in einer brenzligen Situation den Überblick behält. Rincon wäre eine Alternative. Er ist einer, der kämpft und beißt. Er gibt immer alles und gewinnt viele Zweikämpfe. Mit seiner Spielart zeigt er seinem Gegner, dass nichts zu holen ist. Leider ist er manchmal übermotiviert. Dann kommt er entweder zu spät in die Zweikämpfe oder er reißt durch sein Stellungsspiel Löcher für die Gegner. Diese Aktionen führen zu unnötigen Fouls und gelben Karten. Das ist ein Risiko und nur Armin Veh kann sagen, in welcher Verfassung er sich befindet. Vom Kampfeswillen wäre er genau richtig – gerade neben einem Techniker wie Zé Roberto. Rincon mit dem richtigen Maß, würde dem HSV sehr gut tun. Die Abwehr ist leider wieder eine Baustelle. Armin Veh würde normalerweise keinen Demel und keinen Mathijsen spielen lassen. Aus Mangel an Alternativen werden sie auflaufen. Bei Mathijsen hoffe ich auf seine Routine. Bei Demel sehe ich schwarz. Sein Kredit vom Spiel gegen Schalke hat er bei mir in den letzten beiden Spielen schon wieder verspielt.

Der FC St. Pauli.
Auch Stanislawski hat Verletzungssorgen in der Abwehr. Wie schwer das wiegt, kann ich nicht sagen, da der Trainer seine Mannschaft oft und regelmäßig verändert. Die Mannschaft ist mit den letzten Spielen gewachsen, hat Selbstvertrauen aufgebaut und kommt mit breiter Brust ins Stadion. Mittlerweile wissen wieder alle Spieler, dass es nur gegen den Abstieg geht, denn auch da träumten einige von mehr. Seit dem sie sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren, punkten sie. In diesem Spiel haben sie nichts zu verlieren und können alles gewinnen. Das sind Spiele, die liebt jeder Spieler. Die Frage wird sein, was Asamoah gegen unsere Wackelabwehr gelingt und wie viele Fouls das wuselige Mittelfeld erhalten wird.

Trotz aller Skepsis rechne ich mit einem Arbeitssieg für den HSV. Zweimal wird sich der HSV über seine Außen durchsetzen und jeweils einen Stürmer bedienen. Der HSV gewinnt 2:0. Und dann können wir alle wieder träumen.

Nur der HSV!