Archive for the ‘Allgemeines’ Category

Internationalisierung wird durch Branchenbuch gefördert

Dienstag, August 30th, 2011

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Dank offener Grenzen, Multi-Kulit-Gesellschaft, Globalisierung und Internationalisierung vermischen sich nicht nur die Kulturen, die Nationalitäten, sondern auch die Sprachen. Firmen und Personen bedienen sich nicht mehr nur beim Laden um die Ecke, sondern auf der ganzen Welt. Die Onlineshops besorgen alle Artikel aus der ganzen Welt, es gibt keine Grenzen mehr. Ebenso ist es natürlich auch mit Geschäften und Dienstleistungen. Die Welt ist zusammengerückt.

Diese Entwicklung benötigt Sprachkenntnisse oder aber die Information, welcher Ansprechpartner in welcher Sprache angesprochen werden kann. Wird die Barriere entfernt, dass Ansprechpartner in den jeweiligen Sprachen bekannt sind, können viel einfacher und schneller Kontakte geknüpft werden.  Woran eine Anfrage vielleicht in der Vergangenheit noch scheiterte, weil der Anfragende sich dreimal überlegte, ob er versucht in einer fremden Sprache zu kommunizieren, kann so gezielt eine Person angesprochen werden. Die Sprachbarriere wird somit aufgehoben, was zu Zeiten von Internet, Social-Media notwendig wurde.

Ein Branchenbuch, welches zu den Angeboten, Dienstleistungen auch die Ansprechpartner mit den Sprachkenntnissen anbietet, hilft. Ebenso, welche Sprachen generell gesprochen werden. Diesem Bedarf hat das Branchenbuch AG Sprachen Rechnung getragen. Die Neue Branchenbuch AG mit neuer Funktion bietet die Möglichkeit, dass Firmen ihr Profil mit den gesprochenen Sprachen ergänzen können. Das Neue Branchenbuch AG Mehrsprachig ermöglicht die Suche in neun verschiedenen Sprachen. So können sich Interessierte in ihrer Sprache über die Angebote in Deutschland informieren. Durch eine Erweiterung bei der Suche können Angebote gezielt nach Sprachen gefiltert werden. So eignet sich das Neue Branchenbuch AG Fremdsprachen ideal um Angebote und Firmen zu suchen.

Ein Beispiel mit der Möglichkeit der neuen Funktionen seht ihr im folgenden Screenshot:

Branchenbuch AG mit neuen Funktionen

Die Suchfunktionen sind vielfältig und die Bedienung einfach und selbsterklärend.

Suchfunktionen beim Branchenbuch

Ich bin gespannt, was Ihr zu dem Branchenbuch sagt und welche Erfahrungen Ihr damit gemacht habt.

Neue Blogaufteilung

Freitag, Juli 29th, 2011

Hier wird weiterhin geschrieben, aber es wird der Bereich HSV und Hochbegabung auf anderen Blogs weitergeführt.

Der HSV Blog ist unter hsv.manongarcia.de zu erreichen.

Der Blog über Hochbegabung ist unter katze-oder-hund.manongarcia.de oder unter manongarcia.de zu erreichen.

Hier wird weiter gebloggt zu allen anderen Themen. Und davon gibt es ja eine Menge. 🙂

Neues Design bei meiner Website www.manongarcia.de

Dienstag, Mai 10th, 2011

Ich lade euch ein meine neu gestaltete Website zu begutachten. Gerne könnt ihr Kommentare hinterlassen. Durch eine kurzfristige Planänderung werde ich nun diesen Blog in die Website integrieren, was noch erfolgen muss. Es wird noch gearbeitet, weshalb ich auch eure Kommentare und Anregungen aufnehmen kann. Also traut euch. 🙂

www.manongarcia.de

Sarah Dingens und die Welt

Mittwoch, Januar 26th, 2011


Ich bin eigentlich kein Dschungelcamp Gucker, aber habe geguckt. Ja, so kann es kommen, wenn ich entsetzt vorm Fernseher sitze und meine Kinnlade nicht geschlossen bekomme. Aber worüber rege ich mich eigentlich auf? Leute wie diese Sarah Dingens wird es viele geben. Das regt mich gar nicht so auf – also auch, ich hätte sie erschlagen können, wäre es ein Spiel gewesen. Aber so hätte auch das Zertretens des TFT Bildschirm nichts gebracht, dann wäre sie im Röhrentv immer noch gewesen. Nee, das ging nicht. Also guckte ich entsetzt diese Sendung und fragte mich allen ernstes wie so eine Frau alle um den Verstand bekommt. Langsam aber sicher hat sie alle gegen sich aufgebracht und wenn noch Sympathie vorhanden war, war diese sicherlich der Situation geschuldet.

Was mich aber viel mehr geschockt hat, war die Reaktionen der Menschen, der Zuschauer. Gut, manche saßen ähnlich geschockt wie ich davor, aber es gab viele, die amüsierten sich über diese Frau. Die fanden das lustig?! Nun gut, aber wenn ich mir mal so aus dem Gedächtnis überlege, was sie sich von Anfang an so alles erlogen und erstogen hat, frage ich mich, wieso man ihr jetzt bei den Aussagen über die Gruppe im Allgemeinen und über Jay im Speziellen alles glaubt, was sie sagt. Ich versuche mal zu rekapitulieren oder so.

  • Sie ging in Prüfungen und glaubte, dass die Menschen sie lieben, weil sie immer gewählt wurde.
  • Sie rechtfertigte ihre Ablehnung für die Prüfungen damit, dass man sie nicht klein bekommt. Mit ihr nicht! So hat sie für sich eine tolle Ausrede gefunden, keine Prüfung mehr machen zu müssen.
  • Aber auf die Dauer war das zu langweilig, also erfand sie neue Lügen.
  • Sie hätte VIELLEICHT Allergien gegen die Tiere, wobei sie nicht wusste, welche Tiere das sind.
  • Sie hatte Hyperventiliert. Wer schon mal jemanden hyperventilieren sah, weiß, dass Sarah alles gemacht hat, aber nicht hyperventiliert.
  • Bei der Höhlenprüfung hatte sie ja Kreislauf, air away, Hyperventiliert, … ich habe sicherlich was vergessen.
  • Sie hatte Sonnenbrand, deshalb konnte sie eine Prüfung nicht ablegen.
  • Sie konnte nicht zuhören.
  • Sie war diejenige die ohne Pausen redete in einer Tonlage, die ich noch nicht mal 45 Minuten am Tag aushielt und überlege, was ich gemacht hätte, wäre ich im Camp gewesen.

Soll ich weiter machen? Ich denke nicht. Ach ja, dann noch ihre Wiederholungen oder ihre Wiedergabe, wie die Prüfungen waren. Also wir hatten es ja gesehen und konnten mit eigenen Ohren und Augen verfolgen, wie ein 24-jähriges Mädchen bei jeder Prüfung log, wenn sie ihren Mitbewohnern schildern musste, wie schlimm diese Prüfungen waren.

Dann ihre (gespielte) Freude, wenn sie nicht rausgewählt wurde. Hallo? Es saßen noch welche in der Runde, die gleich erfahren würden, dass sie gehen müssen und Sarah Dingens freut sich dermaßen übertrieben und blödsinnig, dass sie drinnen bleiben darf? Ob sie überhaupt mal eine Sekunde an ihre Mitbewohner dachte? Bei den Prüfungen hatte sie das ja nicht dazu bewegt sich zu überwinden.

Dann kommt Jay von einer Prüfung, die Sarah ablehnte. Er will berichten, wie es ihm erging und Sarah springt dazwischen und muss jedem erzählen, wie es ihr ging, als sie die Prüfung machte. Hallo? Sind noch alle an Bord? Jay war heute dran und du drängelst dich dazwischen. Warum die das alle mit sich machen ließen, na ja, ich muss nicht alles verstehen, aber ich denke, wegen der Zuschauer vorm TV, sonst hätten die sie gekillt!

Ach ja, die Übung mit Peer – ihrem Nervnachfolger -. Er geht durch den Tunnel und holt 5 von 10 Sternen, weil er dachte, wenn er einen Stern hat, kommt die nächste Kammer. Aber es gab nur 5 Kammern mit jeweils 2 Sternen, was Peer nicht mitbekam. Nun gut, er ärgerte sich und Sarah mit ihm. Sie war entsetzt, wieso er nur 5 Sterne mitbrachte. Sie war enttäuscht! (Ich brauche nicht erwähnen, dass sie ganze 0 Sterne? nee, brauche ich nicht, okay.) Also gut, sie darf versagen und andere nicht. Die werden auch nicht gelobt, wenn sie für Essen sorgen, sondern beschimpft, weil sie so wenig holten. Nee, so geht das ja auch nciht!

Dann das schönste und zugleich durchtriebendste überhaupt. Sarah Dingens ging – nach dem sie die gefühlte 10 Prüfung ablehnte – zu Dr. Bob und wollte aus medizinischen Gründen Essen haben?! Hallo? Essen für sich alleine? Also nciht für die anderen, nein, für sich, sich ganz alleine. Na ja, nee, mir fehlen die Worte.

Die Frau, die jedem ins Wort fiel, die sich ständig profilierte, die mit ihren Reimen sich positionierte, die eigentlich durch alles immer die Aufmerksam haben wollte, egal, ob es der aussetzende Stuhlgang war oder der jetzt wieder funktionierende Stuhlgang, die eigene Dämmlichkeit, die Selbstzweifel, ach ihr fiel immer wieder etwas Neues ein, um im Mittelpunkt zu stehen. War sicherlich anstrengend, deshalb sah sie das auch nicht ein, dass sie mit ihrem ganzen Engagement so wenig Respekt von ihren Mitbewohnern bekam. Die, die trotz verweigerter Prüfung Sarah in den Arm nahmen und sie trösteten, bis ihnen die Ausflüchte zu komisch vorkamen und sie dann doch nicht mehr wollten. Aber grundsätzlich hat sich jeder ihr gegenüber fair verhalten, und dass man in einem Team, in einer Gruppe sich eingliedern sollte, ist normal. Na ja, zumindenst für alle, die nicht Sarah dingens heißen.

Also, diese Frau wurde nun gebeten zu gehen. Sie sah sich um die restlichen 100.000 Euro betrogen, die sie schon gedanklich ausgab. Also musste sie sich was einfallen lassen. Sie ging zu der Person, die am Labilsten ist: Peer. Ihn bequatschte sie solange, bis er ihr das glaubte, na ja Männer und blonde Frauen sag ich nur. Also fühlte sich Sarah gut und sie wollte weiter kämpfen. Sie hat Peer zwar gerade von jedem Mitbewohner etwas total Schlimmes gesagt, hat jeden in den Dreck gezogen, hat alles das, was jemals negatives in den Medien stand erzählt und gesagt, dass sie das nicht mehr aushält. Super, nun schwang sich Peer als der große Ritter auf. Ihm kam das nicht komisch vor, dass sie ihm das erzählte, dass sie über alle anderen lästerte nur nicht über ihn, und verbündete sich.

Komisch nur, dass die Zuschauer auf einem Mal nicht mehr wissen, was Sarah von Anfang an log, heulte, wenn es gerade passte, lachte, wenn es gerade passte, machte was sie wollte, wenn es gerade passte, sich umarmen ließ, wenn es gerade passte und alle von sich stieß, wenn es gerade passte. Ach  ja, sie hatte für jede Situation eine Lösung – wie sie fand. Dass jetzt die Zuschauer diese Sarah jetzt mit einem anderen Auge sehen, kann ich nicht verstehen. Egal, ob die Aussage, dass die beiden ein Liebespaar spielen wollten oder nicht, wahr ist oder nicht. Spielt nicht jeder von denen dort eine Rolle, versucht nicht jeder dort so gut wie möglich auszusehen, um König zu werden? Und wenn es durch Desinteresse von Rainer, Geklüngel von Peer und Mathieu oder sonst was war. Jeder hat sich etwas ausgedacht, womit er gut leben konnte. Und wenn sich Indira und Jay nicht lieben – na und? Mich interessiert das nicht. Denn die machen das alle nur, weil sie Geld brauchen und sich Aufträge erhoffen, wenn sie wieder draußen sind. Das ist legitim, also warum nicht.

Schlimm finde ich, dass sich Sarah Dingens aufspielt und sich über die anderen erhebt. Die anderen machen das nur wegen Geld! Die anderen wollen nur Aufmerksamkeit! Ja und? Weshalb warst du noch mal im Camp Sarah? Weil du so viele Modelljobs hast? Weil du so stinkreich bist? Weil du so viele andere Jobs hast? Also was ist dein Problem Sarah? Weil die dich nciht haben wollten und dich dazu gewungen haben rauszugehen und du damit keine Chance mehr hast Königin zu werden? Ja, du hast wirklich geglaubt, dass du ohne bestandene Prüfung, mit Rumheulerei und Gezicke Königin wirst. Ja, ich denke Jay hat recht, dass du eingewiesen gehörst. Gut, so hat er das nicht gesagt, er ist da netter. Aber anders kann ich mir das nicht erklären. Irgendwas scheint in deinem Kopf nicht zu funktionieren. Aber du bist nicht alleine, denn die Zuschauer sind auf deinen letzten Akt herein gefallen und sind jetzt sauer auf Jay. Das hast du wenigstens geschafft, denn König wird auch er nicht werden.

Aber was läuft falsch, dass so jemand wie du, so lange so viel Blödsinn machen darf und am Ende dann noch viele auf deiner Seite sind? Vielleicht bin ich auch falsch, weil ich es nicht verstehe. Wer weiß.

Loben ja oder nein und wenn ja, wie oft?

Mittwoch, Dezember 1st, 2010



Richtiges Lob ist wichtig, macht doch falsches zu viel kaputt. Aber muss Lob überhaupt sein? Weshalb lobt eine Mutter ihr Kind? Ist Lob nicht nur der Blick auf Leistungen und nicht auf das Kind /den Menschen an sich?

Weshalb loben wir?
Wenn ich jemanden lobe, dann teile ich meinem Gegenüber mit, dass ICH seine Leistung gut finde. Ich werte also eine Tat, gleiche sie mit bestimmten Maßstäben ab und komme dann zum Urteil: Gut gemacht oder schlecht gemacht.

Was bezwecke ich mit dem Lob?
Ganz ehrlich? Es ist meistens eine subtile Manipulation. Ich will meinem Gegenüber mitteilen, dass das was er gemacht hat, gut war, um ihn zu bestärken, es weiterhin zu tun.

Was passiert beim Loben?
Der Gelobte schaut auf sich und vergleicht das Lob mit seinem Empfinden. Wie du Birgit ja schreibst, kann es sein, dass die Werte auseinander gehen. Der Gelobte sieht seine Leistung besser oder schlechter. Aber was passiert, wenn die Schere zu weit auseinander geht? Wenn ein Kind für eine Leistung gelobt wird, die er selbst nicht gut fand? Er ist traurig, weil der Lobende nicht einschätzen kann, was das Kind tatsächlich zu leisten im Stande ist.

Aber wie erfährt ein potenziell Lobender wie der zu Lobende seine Leistung sieht?
Indem er fragt. Wäre nicht vieles so viel einfacher, wenn die Kinder, die Jugendlichen, die zu Lobenden einfach mit einbezogen werden? Ein Kind läuft freudestrahlend auf die Mutter zu und schreit: „Mama, Mama, schau mal, was ich gemacht habe.“ Hält dabei das Papier in die Luft und strahlt über das ganze Gesicht. Würde jetzt gelobt werden „tolle Zeichnung“, „toll gezeichnet“, „das hast du aber hübsch gemacht“ oder auch „die Strichführung ist aber exakt“, kann es sein, dass das Kind etwas ganz anderes erwartet hat. Die Enttäuschung wäre riesig, auch wenn es nicht gezeigt wird, denn vor seinen Liebenden würde man nicht zugeben, dass man enttäuscht ist. Die Enttäuschung sitzt tief drinnen. Warum wird nicht einfach gefragt. Was möchtest du mir zeigen? Was gefällt dir denn so? Oder den Fokus vielleicht gar nicht auf Leistungen legen, sondern auf den Menschen an sich. Warum hast du gemalt? Wieso hast du genau das gemalt? Was ging dir durch den Kopf? Hast du Spaß und Freude dabei gehabt? Damit würde der Fokus weg von der Leistung und Lob und dafür hin zum Menschen führen.

Ist Lob wichtig? Um ein Kind zu motivieren garantiert nicht. Denn Kinder haben eine hohe Eigenmotivation, die kann von außen nur zerstört werden. Ein Kind, das gerne malt, braucht das Lob nicht, um weiter zu malen. Das Kind muss einfach immer das Gefühl haben, geliebt zu werden, egal, was es malt und egal, was es macht. Die Eigenmotivation kann natürlich bei Bedarf gestärkt werden, aber ob das Lob dafür das Richtige ist?

die Eigenmotivation ist intrinsisch und kommt von innen heraus. Diese Eigenmotivation braucht kein Lob von außerhalb. Die Gefahr, dass dieser Mensch (meist Kind) Dinge irgendwann nur noch tun, weil sie ein Lob bekommen ist sehr groß. Ich frage, ob das Lob von außen überhaupt sein muss, wenn doch die Eigenmotivation schon vorhanden ist.

Ein Lob soll stärken, sagst du. Aber eine Persönlichkeit entwickelt sich am besten, wenn es sich mit Herausforderungen messen kann und die durch eine Eigenmotivation gemeistert wurden.

Im Grunde genommen sollten alle Eltern dafür sorgen, dass die natürliche Eigenmotivation der Kinder nicht beeinträchtigt wird. Aber Kinder lernen und haben Spaß auch ohne Lob. Das größte Lob für sie selbst, ist wenn sei eine Herausforderung gemeistert haben.

Ein Lob kann helfen, wenn die Eigenmotivation – aus welchen Gründen auch immer – nicht so vorhanden ist, wie es normal wäre. Dann hilft die Motivation von außen vielleicht den Zugang zu der Eigenmotivation wieder zu finden. Aber gut ist Lob deshalb nicht.

Ein Kind wird gelobt. Das findet es toll, weil viele Kinder Lob mit Liebe gleichsetzen. Also macht das Kind dasselbe noch mal, um wieder „geliebt“ zu werden. Bekommt es beim zweiten Mal diese Liebe nicht, wird es sich mehr anstrengen, um diese Liebe zu erhalten. Und nun tritt ein Muster ein. Das Kind versucht Dinge zu machen, um dieses Lob, diese Liebe zu bekommen. Es macht diese Dinge nicht mehr, um sich selbst zu belohnen, um sich an Herausforderungen zu messen und um sich mit körpereigenen Glückshormonen zu belohnen.

Ich denke, jeder sollte sich hinterfragen, warum er lobt. Eine Umarmung wird dem Kind viel mehr helfen. Dem Kind zu sagen, dass es toll ist, wie es ist. Wird dem Kind auch viel mehr helfen. Diese Dinge sollten häufiger gesagt und getan werden. Das Lob ist nicht so wichtig. Dem Kind zu zeigen, dass es in Ordnung ist, wie es ist. Egal, ob es eine gute oder eine schlechte Leistung war, das ist wichtig.

Und wofür lobt man denn, wenn nicht für Leistungen?

Stuttgart 21 – der lange Weg bis heute

Montag, Oktober 4th, 2010


Ich habe von diesem Projekt schon 1996 gehört und gelesen. Es gab damals schon Widerstände, weil schon damals klar war, dass das Projekt so einfach nicht durchzusetzen wäre. Die Gefahren beim Tunnelbau, die Kostenexplosion usw. also alles Gründe, die auch heute noch gelten. Damals waren die Einwände für mich so nachvollziehbar, dass ich dachte, nee, der wird nicht gebaut. Entsprechend wurden in anderen Städten mit genau diesen Einwänden diese Bahnprojekte nicht realisiert. Aber schon damals war klar, dass es in Stuttgart nicht um ein normales Projekt ging. Es wurden die Klüngel, die Verbindungen einiger Firmen, die freundschaftlichen Gutachten usw. kritisiert. Im Grunde genommen sind die Firmen, die damals beteiligt waren, sei es Planung, Ausführung, Genehmigung, Gutachten alle miteinander verwoben. Ich wohnte in Baden-Württemberg und bin seit dem etwas weiter weggezogen (Hamburg bzw. jetzt Mecklenburg-Vorpommern). Ich als jetzt Außenstehende bekam keine weiteren Informationen zu diesem Projekt.

Als ich von dem bevorstehenden Bauvorhaben hörte, dachte ich nur, okay, dann haben sie wohl alles aus der Welt geschafft, dass es jetzt doch gebaut wird. Aber je mehr ich lese, um so mehr sehe ich, dass die Einwände von damals noch heute die Gleichen sind. Wie kann das sein? Wie kann die Politik und die Deutsche Bahn (ja eigentlich auch Politik) so gegen die Einwände wehren oder sagen wir – ignorieren?

Trotzdem hielt ich mich ruhig, ich dachte, in der Politik kannst du eh nichts machen. Es ist sinnlos, denn die Politiker machen eh was sie wollen. Wenn sie den Bahnhof bauen wollen, werden sie ihn bauen. Wie bereits alles.

Aber als ich dann sah, wie gegen friedliche Demonstranten vorgegangen wurde, spürte ich, dass die Politiker zu weit gegangen sind. Bei mir und anscheinend auch bei vielen anderen. Denn es ist ein Ruck durch die Menschen gegangen und ich hoffe, dass es so bleibt.

Bei mir war es so, dass ich dachte, dass ich eh nichts ändern könnte. Es geht um „Verbrechen“ und wer das am Besten hinbekommt ist halt an der Macht. Ich kümmerte mich nicht mehr um die Politik. Ich las mir nicht mehr ide aktuellen Themen durch. Ich resignierte. Mein Gedanke, wenn ich desisoliert wegschaue, kann nichts mehr passieren, aber weit gefehlt. Die Politik hat es sich anscheinend sehr bequem gemacht, denn es haben wohl viele nicht mehr hingeschaut. Sie fanden es toll, dass sie machen konnten, was sie wollten. Dafür spricht auch, dass nach spätestens 3 Monaten alles vergessen ist von den Wählern. Aber ich habe durch Stuttgart 21 gesehen, was passieren wird, wenn ich weiterhin den Kopf in den Sand stecke. Es nimmt dramatische Formen an. Stuttgart 21 ist doch nur der Tropfen, der das ganze zum Überlaufen brachte. Vorher war es die Finanzkrise, die Bankenkrise, die Streichungen bei den Ärmsten, den nun-nicht-mehr-Atomausstieg, die offensichtlichen Lügen. Nun kam Stuttgart 21 hinzu und die Machtausübung, die sie sichtlich genossen. Wie man sich sonst hinstellen kann und so viele Lügen über den Fernsehbildschirm äußern kann, ist mir ein Rätsel. Es beginnt mit den steinewerfende Demonstranten, zu Gewalt gegenüber den Polizeibeamten hin zu es wurde kein gebündelter Wasserstrahl verwendet. Es wird gelogen, damit die Bevölkerung ruhig gestellt wird. Gut, dass es viele, viele, ja sogar sehr viele Bilder und Filme gibt, die genau das Gegenteil zeigen.

Die Politik und damit meine ich nicht die CDU in Baden-Württemberg, sondern die gesamte in Deutschland, hat gedacht, dass sie mit uns alles machen kann, weil wir die ganzen Jahre alles mit uns machen ließen. Aber das war ein Fehler, den sie hoffentlich bereuen wird. Aber wenn ich an die 3 Monate Haltbarkeit denke, wird bis zur nächsten Wahl schon wieder alles vorbei sein. Ich hoffe es nicht, denn es geht um uns!

Entsetzen über Stuttgart 21

Freitag, Oktober 1st, 2010


Ich bin immer noch geschockt! Seit gestern Mittag erfahre ich, wie mit friedlichen Demonstranten umgegangen wird, wenn sie im Wege stehen. Ich sehe einen Mann, der sein Augenlicht verloren hat, ich sehe Kinder mit gebrochenen Nasen, ich sehe ältere Menschen, die völlig geschockt ob der Gewalt sind. Ich lese und sehe, wie dieses Projekt gerechtfertigt wird. Eine angemeldete und genehmigte Schülerdemonstration wird von der Politik und der Polizei als menschliches Schutzschild kritisiert. Anfangs werden bewusst (?) Falschmeldungen veröffentlicht, womit die Härte entschuldigt wird. Steine werfende Demonstranten? Gewaltbereite Demonstranten? Vielleicht sahen diese Menschen, die das behaupteten, alte Bilder oder Filme aus anderen Orten und zu anderen Zeiten? Entschuldigt wurde diese Falschmeldung nicht. Aber zur besten Fernsehzeit gesendet hat sicherlich viele Menschen beruhigt. Denn wenn die Demonstranten angreifen muss dich die Polizei wehren. Also alles in Ordnung! Oder?

Es ist erstaunlich, wie manche Projekte gegen alle Argumente und (berechtigte) Kritik durchgedrückt wird. Denn anders kann das Vorgehen nicht bezeichnet werden. Seit dem das Projekt Stuttgart 21 vor über zehn Jahren vorgestellt wurde, gibt es Kritik. Aber diese Kritik ist nicht einfach eine Meinung gegen den Bahnhof, sondern es ist eine Kritik an den Gutachten, an den Kostenberechnungen und an der Art des Zustandekommens. Von Anfang an, gab es bei diesem Projekt undurchsichtige Machenschaften, die immer nur ansatzweise aufgedeckt werden können.Von Anfang an wurde über Gefälligkeiten Gutachten erstellt oder aber es saßen immer dieselben Person bei den Entscheidungen. Von Anfang an, wurde in einer Fernsehreportage gezeigt, wie bestimmte Menschen über Beteiligungen an verschiedenen Firmen sich selber das Projekt genehmigten. Von Anfang an haben die Befürworter erklärt, sie hätten Fehler begangen, aber würden alles Geradebiegen. Aber liegt nicht genau da der Fehler? Haben Sie schon mal versucht ein verbogenes Stück Metall geradezubiegen? Genauso wenig funktioniert es mit den Gutachten und den Genehmigungen.

Die Politik sieht sich im Recht, schließlich hätte der Bürger sie gewählt. Nur leider kann in unserer Politik (noch) nicht einzelne Projekte und Vorhaben gewählt werden, sondern man wählt eine Partei bei der man selten zu 100% alles abnickt. Es wird die Partei gewählt, die die wenigsten Fehler hat. Es geht mittlerweile nur noch darum das bessere Übel zu wählen. Anschließend spielen sich viele Politiker auf, als hätten sie einen Freibrief. Wie gerade jetzt geschehen in Stuttgart. Rech fühlt sich im Recht, immerhin wurde er mit seiner Partei gewählt. Vielleicht sollten einige Politiker nicht nur sehen, dass sie gewählt wurden, sondern auch, dass immer weniger zur Wahl gehen, weil es keine Wahl mehr gibt. Unter lauter Schlechten zu wählen ist eine schlechte Wahl. Die Politik sollte den Wähler ernst nehmen und ihn nicht niederprügeln. Oder soll das Gebahren in Stuttgart die Wahlbeteiligung heben?

Aber was beschwere ich mich. Es ist doch schön, wenn endlich mal wieder durchgegriffen wird und mir als mündiger Bürger gesagt wird, was ich darf und was nicht. Wenn also kritisiert wird, dass Jugendliche nicht demonstrieren dürfen/sollten und die älteren Herrschaften auch nicht, okay, endlich mal eine Ansage. Jetzt weiß ich, was ich tun darf und was nicht. Genau das hat bei uns gefehlt. Einer, der sagt, wo es lang geht und mir auch sagt, wie ich zu gehen habe. Oder hatten wir das schon mal? Es wird kritisiert, dass Jugendliche teilnahmen und diese wohl auch nach vorne durchgeschoben wurden. Okay, bei jeder Veranstaltung wird der kleinste nach vorne geschoben, damit er sehen kann. Es konnte nicht davon ausgegangen werden, dass diese Gewalt angewandt wird. Außer der Polizei natürlich. Hätte sie von Anfang an ihr Vorgehen transparent gemacht, wäre vielleicht alles anders geworden. Sie hätten ja sagen können, wir schlagen auf alles ein was uns im Wege steht. Dann hätten in der ersten Reihe sicherlich nicht die Jugendlichen und die Alten gestanden. Sondern dann hätten sich dort andere postiert.

Wenn ich sehe, wie in Baden-Württemberg auf friedliche Demonstranten eingeschlagen wurde, dann muss ich mich zwangsläufig daran erinnern, dass das das erste Bundesland war, in der die NPD in die Landesregierung gewählt wurde. Zufall? Was sind das für Polizisten, die dort auf friedliche Demonstranten einschlugen? Die alte Frauen und Männer verprügelten? Die Jugendliche mit Pfeffergas beschossen? Die Deeskalations-Truppe hätte vielleicht nicht auf die Demonstranten, sondern auf die eigene Polizisten eingehen sollen.

Was bleibt ist eine Ohnmacht gegenüber der Politik, die ich schon länger nicht mehr verstehe. Aber diese Ohnmacht zermürbt und ich frage mich, wie ich damit umgehen soll. Der Staat macht derzeit was er will und kümmert sich nicht wirklich um seine Bürger. Ich frage mich, wie lange das noch gut geht. Wie lange lassen wir uns das gefallen? Jeder Mensch ist leidensfähig, aber irgendwann ist ein Tropfen genug. Wann wird das sein? Welcher Tropfen? Es wird gespart, um die Verfehlungen der Politik und der Großkonzerne auszugleichen. Die Schulden der Bank zahlt der Bürger. Der Bürger wird überall zur Kasse gebeten. Ist es dann der richtige Zeitpunkt für ein Projekt Stuttgart 21 mit jetzt geplanten 4 Milliarden und geschätzten 18 Milliarden Euro? Ist das das richtige Zeichen an die Bürger? Aber das passt ins Bild. Eine Atomausstiegsvereinbarung wird gekippt, weil angeblich kein Geld da wäre und leider dann auch noch als Sensation verkauft. Auch hier wird wieder für Zündstoff gesorgt, denn Gorleben soll doch weiterleben.

Wann ist es genug?

Interview mit Manon Garcia

Dienstag, September 21st, 2010

Ich wurde zur whohub eingeladen und gebeten dort ein Interview zu geben. Ich kam der Bitte nach und schaute mich auf der Seite um. Dort kann ich interessante Fragen auswählen und meine Antworten eintragen. Diese Antworten können von mir beliebig geändert werden, was auch wichtig ist. Denn die Welt dreht sich weiter und meine Erkenntnisse werden sich erweitern.

Unter http://www.whohub.com/manongarcia  könnt ihr euch das Ergebnis anschauen. Es können Fragen gestellt und Kommentare hinterlegt werden. Ich freue mich auf eure Reaktionen.