Archive for Mai, 2011

Es gibt keine Großen und Kleinen mehr

Samstag, Mai 28th, 2011


Im Fußball, besonders in der Bundesliga hat sich etwas gravierendes verändert. Das spürt gerade der FC Bayern München. Früher war jeder Verein froh, wenn Bayern einen Spieler kaufen wollte, waren die Schatullen danach prall gefüllt. Aber die Zeiten sind vorbei und immer mehr Vereine verzichten auf Millionenbeträge für ihre Spieler.

Früher pickte sich Bayern München die Stars der Vereine raus und die Spieler, genau wie der Verein, wurden schwach. Natürlich tat jeder Verkauf eines Leistungsträgers oder Stars weh, aber die Millionen für die Abfindung milderten den Trennungsschmerz. Aber heutzutage können sogar Vereine wie Mönchengladbach auf eine Abfindung von 15 Millionen Euro verzichten und behalten ihren Flügelspieler lieber in den eigenen Reihen. Freiburg konnte es sich erlauben ein 18 Millionen Angebot für Cisse abzulehnen, um die Saison gut zu Ende zu spielen.

Ein Ruud van Nistelrooy musste erkennen, dass der HSV das Angebot von Real Madrid mit einem Lächeln ablehnen konnten. Was sind schon 4 Millionen, wenn auf der anderen Seite Tore und die Europa Liga winken? Ebenso sah es mit Elia aus, der von Wolfsburg umworben wurde. Aber da konnten auch 18 Millionen Euro den Willen vom HSV nicht brechen. Der Fokus lag auf einer guten Mannschaft und die Leistungsträger werden nicht mehr verkauft.

Die Vereine werden nur noch schwach, wenn sie selber den Spieler nicht mehr behalten wollen und bereits adäquateren Ersatz gefunden haben. Dann freut sich der abgebende Verein, dass er mit dem scheidenden Spieler noch mal Kasse machen kann.

Besonders kritisch ist das für den FC Bayern München. Die Verantwortlichen waren es gewöhnt, dass sie einen Transfer ankündigten und dadurch genügend Druck entstand, so dass der Spieler früher oder später, meist früher, bei Bayern eintrudelte. Aber das funktioniert nicht mehr, wie es aktuell bei Manuel Neuer oder auch Jerome Boateng stattfindet. Da wird über die Medien gepoltert, dass der Wechsel nur noch von Schalke bekannt gegeben werden müsse, ansonsten wäre alles in trockenen Tüchern. Ebenso laut wurde geäußert, dass ja Schalke nicht so blöd wäre und auf das viele Geld verzichten würde, da Neuer im nächsten Jahr ablösefrei wäre. Aber, und da lernt Bayern gerade dazu, auch das ist kein Druckmittel mehr für die Vereine. Schalke überlegt ernsthaft, ob sie auf 25 Millionen Euro verzichten und dafür noch ein Jahr länger mit Neuer im Verein spielen können.

Lange Verträge werden mit den (zukünftigen) Leistungsträgern abgeschlossen, aber nicht wie früher, um die Ablöse nach oben zu treiben, sondern um den Spieler länger an den Verein zu binden. Junge Spieler werden in ein Gerüst eingebaut, welches in den nächsten Jahren gefestigt wird und für lang anhaltenden Erfolg stehen soll. Spieler wie Götze werden als unverkäuflich bezeichnet und das sehr überzeugend.

Hinzu kommt, dass die schillernden Namen von einst nicht mehr so ziehen, wie es die Herren sich wünschen. Ein Contrao sagt über die Medien, dass er keine Lust hätte zu den Bayern zu gehen. Er würde lieber bei seinem Verein in Portugal spielen. Also das nenne ich mal eine Ohrfeige!

Die kleinen Vereine spielen jetzt auch international, haben volle Stadien, Sponsoren und können angemessene Spielergehälter zahlen, weshalb nicht mehr jeder Spieler weiche Knie bekommt, wenn ein vermeintlich großer Verein anklopft. In Europa sind unter den 30 Vereinen mit den meisten Zuschauern pro Saison 15 Vereine aus Deutschland. Viele Zuschauer bedeuten viele Einnahmen. Und jeder Fußballer spielt lieber vor voller Hütte und verdient ein paar Euronen weniger, als vor leeren Rängen mit vollen Taschen.

Das es keine Kleinen mehr gibt, zeigt sich in der Tabelle. Nürnberg, Mainz, Freiburg, Hannover und auch Dortmund sind Vereine, die keiner so weit vorne erwartet hätte. Die Bundesliga ist ausgeglichen wie nie. Die Nachwuchsförderung hilft besonders den „kleinen“ Vereinen, da man nicht mehr nur auf günstige Spieler aus dem Ausland angewiesen ist. Der eigenen Nachwuchs ist gut ausgebildet, spricht die eigenen Sprache und den Verein. Die Integration funktioniert schneller und die Ablösesumme wird eingespart. Die Mannschaften profitieren von ihrem Mannschaftsgeist und wissen, dass sie eine Rolle spielen können.

Es bleibt abzuwarten, was die „großen“ Vereine wie Bremen, Bayern, Stuttgart, Hamburg, Wolfsburg aus der Situation lernen und ob sie ihre Erkenntnisse umsetzen können. Hierbei hoffe ich natürlich, dass der HSV seine Lehren gezogen hat und diese bereits in der nächsten Saison ausspielen kann. In dem SInne,

nur der HSV!

 

HSV und holländische Spieler – eine Liebe vergeht

Freitag, Mai 27th, 2011

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HSV und Spieler aus der Niederlande war viele Jahre eine Liebesbeziehung. Talente und junge Spieler, die auf dem Weg in die Nationalmannschaft waren, gingen zum HSV, um sich auf der internationalen Bühne zu zeigen und dann den nächsten Schritt zu machen. Es war eine win-win-Situation, da der HSV an den Ablösesummen gut verdiente. Aber diese Liebesbeziehung driftet Richtung „schmutzige Wäsche waschen“ ab.

Die Liebe begann in der Zeit, als Bernd Hoffmann gerade Vorsitzender beim HSV wurde. Er kaufte zusammen mit Didi Beiersdorfer junge Spieler aus Holland ein. Sie spielten beim HSV bis sie ihren Marktwert vervielfacht hatten und wurden dann verkauft. Das war für viele Spieler aus der Niederlande ein tolles Sprungbrett. Durch die Einsatzzeiten und das Vertrauen, welches den Spielern entgegen gebracht wurde, entwickelten sich viele beim HSV zu Stars. Das fand Nachahmer. Aber die Zeiten haben sich gewandelt.

Bernd Hoffmann und anfangs Didi Beiersdorfer war es zu verdanken, dass der HSV im Ranking immer weiter nach oben sprintete und bald unter den 20 besten Vereinen in Europa war. Nun wandelte sich die Einstellung, musste nicht mehr jeder Spieler sofort verkauft werden und konnte auch auf die eigene Situation geschaut werden. Somit wurde das Sprungbrett für die holländischen Spieler kleiner und bei manchen klemmte es sogar. Deshalb musste zu anderen Maßnahmen gegriffen werden.
<ul>
<li>Boulahrouz „verletzte“ sich vor einem Spiel, um so seinen Wechsel zu provozieren.</li>
<li>Van der Vaart zeigte sich mit einem Trikots eines anderen Vereins, um seinen Wechsel zu provozieren.</li>
<li>Elia schwärmt öffentlich von den ganz großen Vereinen und stellt sich automatisch in diesen Vereinen auf.</li>
<li>Ruud van Nistelrooy äußerte über die Medien, dass Real seine Liebe wäre und jeder beim HSV sicherlich verstehen wird, wenn er diesem Ruf aus Madrid folgen würde.</li>
</ul>
Was bei Boulahrouz noch funktionierte, ging bei van der Vaart mit Verzögerung und bei Elia und Ruud gar nicht mehr. Der HSV muss keinen Spieler verkaufen und lässt sich schon gar nicht mehr erpressen. Der HSV kann es sich leisten einen Spieler wie Elia oder Ruud auf die Tribüne zu setzen, sollten sie den Dienst verweigern. Es gibt genügend andere Spieler, die einspringen und das Geld ist nicht mehr ausschlaggebend.

Das bedeutet aber auch, dass es für den HSV schwerer wird neue talentierte junge Spieler aus der Niederlande zu bekommen, da diese wissen, dass das Sprungbrett auch eine längere Ehe werden könnte. Das hält die Spieler davon ab zum HSV zu kommen und lieber noch ein Jahr in ihrem Verein zu spielen. Ihr Plan ist, dass sie bei ihrem Verein ihre Leistungen erbringen müssen und sich nach Verzögerung noch größere Vereine melden werden. Zu diesen ganz großen Vereinen gehört der HSV (noch) nicht.

Hier müssen zwei Spielernamen genannt werden: Affelay und Bruma. Bei beiden Spielern war der HSV lange interessiert und gaben immer wieder ihre Angebote ab. Das Interesse bei den Spielern war vorhanden, aber wohl eher, um seinen Namen in den Medien zu sehen, als dass sie wirklich ernsthaft überlegten zum HSV zu kommen. Auch beim aktuellen Spieler Bruma zieht sich dieser geplante Wechsel schon über ein Jahr hin. Auch jetzt möchte er erst mit der Nationalmannschaft spielen und sich zeigen. Seine Hoffnung ist, dass er auf sich aufmerksam machen möchte, um eventuell ein Verein eines größeren Vereins zu bekommen.

Der HSV ist zu groß geworden, als dass es noch als Sprungbrett dienen könnte, aber noch zu klein, als dass es wirklich mit den großen Vereinen mithalten könnte. Deshalb hoffe ich, dass der neue Sportchef und der neue Vorstand Mittel und Wege finden ihren Kader zu verstärken, aber mit Spielern, die den HSV als großen Verein sehen und nicht nur als Sprungbrett.

Diese Spieler legen mehr Wert auf ihren Marktwert, als auf den Erfolg der Mannschaft. Das haben wir in den letzten Jahren gesehen und der ausbleibende Erfolg zeigte, dass ein Umdenken erfolgen muss. Die Einsicht des Umbruchs ist vorhanden, nun sind alle gespannt, welchen Weg der HSV gehen wird, um den Namen HSV noch größer zu machen und den Anschluss an die Großen zu schaffen.

Nur der HSV!

Beim HSV wird im Stillen gearbeitet

Samstag, Mai 21st, 2011


Eine völlig neue Situation beim HSV, denn es dringt nichts nach außen. Es ist sogar so still beim HSV geworden, dass manche schon unken, dass gar nicht gearbeitet wird. Aber es wird fieberhaft am Umbruch gearbeitet. Der Unterschied zu früher ist, dass nichts nach außen dringt. Keine potenziellen Neuzugänge, keine Vertragsgespräche, keine möglichen Abgänge, nichts.

Beim HSV scheint sich jeder hinterfragt zu haben, zumindest vorerst, und jeder wird vom neuen Vorstand eingeschworen worden seien. Denn anders ist es nicht zu erklären. Die Leute, die unter dem Vorsitzenden Hoffmann noch fleißig Informationen an die Presse verkauften oder zumindest weitergaben, sitzen immer noch im Aufsichtsrat. Dieser hat sich seit dem Wechsel von Hoffmann auf Jarchow nicht geändert. Aber seit dem Jarchow den Verein führt, ist Stille. Es schien, als habe er mit seinem Amtsantritt ein Leck gestopft. Seit dem Tag Eins war Ruhe. Angenehme Ruhe, denn vorher gab es jahrelang Streit und Kompetenzgerangel. Diejenigen, die vorher die Informationen an die Presse gaben, ging es in erster Linie um die Rufschädigung des Vereins. Nun, sind aber auch diese Quellen versiegt, was ich beführworte.

Ein Verein kann nur an die Spitze, wenn er in Ruhe arbeiten kann. Sobald alle möglichen Schritte, Gespräche, Vertragsdetails, Konzepte in der Öffentlichkeit diskutiert werden, sind sie eigentlich schon wieder Makulatur. Arnesen hat es gesagt, der Verein kann nur an die Spitze kommen, wenn der Verein zusammenhält. Dazu zählt jeder Mitarbeiter, der Aufsichtsrat, der Vorstand, die Fans und natürlich die Spieler und der Trainerstab. In den letzten Jahren wurde der Erfolg zu sehr an den letzten beiden Punkten festgemacht und diese wurden dann bei Misserfolg auch ausgetauscht. Aber das Gesamtkonzept muss stimmen. Der Anfang ist gemacht und der Umbruch ist eigentlich schon seit Amtsantritt von Jarchow und Hilke eingeläutet. Seit dem wird beim HSV ganz anders gearbeitet. Seit dem herrscht Ruhe, seit dem schweigen die Kritiker.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass nichts nach außen dringt. Früher war man als Fan sehr gut informiert. Jederzeit war klar, an welchem Spieler der Verein interessiert ist und welche Schritte geplant sind. Das gab auch ein Stück Sicherheit, da man wusste, dass gearbeitet wird und in welche Richtung. Nun ist alles still. Und manche überlegen schon, dass der Zug für den HSV in puncto Neuzugänge abgefahren sei. Das ist natürlich Quatsch, denn es wurden in der Öffentlichkeit zwar ein paar Namen gehandelt, aber es gibt genügend, die noch auf dem Markt sind. Zumal die Namen, die gehandelt wurden, von der Presse erfunden wurden, weil es keine Informationen aus dem Verein gab. Da die Medien aber etwas schreiben müssen, wird der HSV bei jedem Transfer als möglicher Kandidat genannt. Natürlich bekommt der Verein keinen der Spieler, weil sie nicht interessiert sind. Aber in der Öffentlichkeit verbreitet sich die Meinung, dass der HSV keine Chance bei guten Spielern hat. Und ich muss gestehen, auch ich muss mich erst an diese Situation gewöhnen.

Ich vertraue dem Vorstand und dem Trainerteam, welches gerade einen Neuzugang verzeichnete. Frank Heinemann ist neuer Co-Trainer von Oenning. Es war sein Wunsch mit Heinemann zusammenzuarbeiten. Umso schöner ist es, dass es geklappt hat. Ein Trainerteam muss sich blind vertrauen können. Der Vorstand mit dem Sportchef Arnesen hat ein großes Scoutingnetz, kennt die Spieler und hat mit Oenning einen Trainer, der mit jungen Spielern umgehen kann. Dieses Gespann wird in den nächsten Wochen ein Team zusammenstellen, welches uns nächste Saison erfreuen wird. Mich haben bereits die letzten Bundesligaspiele optimistisch gestimmt. Wird diese Mannschaft nun gezielt verstärkt, kannn ein Team zusammenwachsen. Da in der Mannschaft noch einige Leader vorhanden sind, werden wohl eher Perspektivspieler geholt. Und diese Namen werden sicherlich nicht in den Medien gehandelt. Damit wird der Verein uns – die Fans – und die Medien überraschen.

Dieser Umbruch gibt mir ein sehr gutes Gefühl, dieser Umbruch, der den ganzen Verein betrifft.

Nur der HSV!

Mein eBook jetzt auch bei amazon Kindle Version

Samstag, Mai 14th, 2011

Ich freue mich! Endlich! Nach dem mein eBook schon fünf Monate im Apple Shop iBooks zu kaufen war, gibt es das eBook jetzt auch bei Amazon. Es kann mit einem Kindle oder Kindle App gekauft und gelesen werden.

Das ist nun der direkte Link zum eBook bei Amazon. Hach ist das ein schöner Moment. 🙂

Neues Design bei meiner Website www.manongarcia.de

Dienstag, Mai 10th, 2011

Ich lade euch ein meine neu gestaltete Website zu begutachten. Gerne könnt ihr Kommentare hinterlassen. Durch eine kurzfristige Planänderung werde ich nun diesen Blog in die Website integrieren, was noch erfolgen muss. Es wird noch gearbeitet, weshalb ich auch eure Kommentare und Anregungen aufnehmen kann. Also traut euch. 🙂

www.manongarcia.de

ebook: Sind Sie noch Katze oder schon Hund? mit Direktlink

Dienstag, Mai 10th, 2011

Nachdem ich mich vor ein paar Tagen beschwerte, dass ich keinen direkten Link zu meinem eBook bei Apple iBooks einfügen kann, wurde mir folgende Variante gezeigt.

Es ist noch nicht optimal, aber es funktioniert. Unten habe ich den Kauflink eingefügt. Aber es muss hinzugefügt werden, dass dieser Link beim Rechner (Mac oder PC) zur iTunes Vorschau verlinkt und nur auf den Geräten iPhones, iPad und iPod touch zum direkten Download. Da das App iBooks nicht auf dem Mac funktioniert und die Bücher nicht über iTunes gekauft werden können, ist diese Möglichkeit eingeschränkt.

Trotzdem wollte ich euch diese Information nicht vorenthalten. So kann auch der Link einem Interessenten zugeschickt werden, damit dieser sich bei iBooks über das eBook über Hochbegabung erkundigen kann.

Aber solange diese Möglichkeit nicht optimiert wird, hoffe ich darauf, dass mein Verlag bald möglichste Einigung mit anderen eBooks-Portalen trifft, um den Kauf meines eBooks zu vereinfachen. Denn so ist es … na ja. 🙂

Beim unten stehenden Link kann zu dem auch die Kundenrezension eingesehen werden und weitere Rezensionen abgegeben werden. Das ist über iBooks mit dem iPhone nicht einsehbar. Deshalb sollte dieser Link so oder so besucht werden.

eBook Kauflink zu iBooks

Ein Artikel über Hochbegabung in eltern family.de

Samstag, Mai 7th, 2011

In diesem Artikel wird über Eltern geschrieben, die glauben ihr Kind sei hochbegabt.
http://www.eltern.de/schulkind/erziehung-und-entwicklung/kind-hochbegabt.html?page=1

Es soll ein Trend beschrieben werden, dass unsoziales Verhalten mit Hochbegabung erklärt wird. Und das von überforderten Eltern, die das als Ausrede verwenden.

Der Artikel ist nicht neutral geschrieben. Die Verfasserin schreibt darin auch, dass sie als Mutter betroffen ist, was in dem Artikel sehr deutlich spürbar ist. Das ist schade, weil eine Auseinandersetzung mit dem Thema sicherlich interessant wäre. Ist doch die Hochbegabung immer noch ein weißes Blatt und viele Eltern sind verunsichert. Manche Eltern glauben sogar, dass man die Hochbegabung eines Kindes wegbekommt, wenn man es totschweigt. Also wenn keiner davon redet, dann ist das Kind auch nicht hochbegabt. Viele Eltern haben Angst vor der Hochbegabung, weil sie wissen, dass damit ein sehr anstrengendes Leben verbunden ist. Für sie und für das Kind. Oftmals kehren bei den Eltern die schlimmen Erfahrungen  von ihrer Kindheit zurück. Und die Eltern müssen befürchten, dass ihr Kind es genauso schwer haben wird. Auch ist in der Gesellschaft eine Hochbegabung noch lange nicht akzeptiert. Die umstehenden Eltern oder Menschen zweifeln das grundsätzlich erstmal an. So wie in diesem Bericht. „ja, ja, das sagen sie alle.“ Diese Sätze musste ich mir übrigens schon vor Jahrzehnten anhören, als dieses Thema noch verschwiegen wurde. Auch da beschwerten sich Mütter, dass immer mehr Eltern meinten ihre Kinder wären was besseres und würden die Kinder zum Lernen zwingen. Es wurden Horrorszenarien gesponnen, wie schlimm es dem Kind wohl ergehen würde. Dabei wird das eigene Kind gestreichelt und gesagt, gut, dass wir nicht so sind, nciht? Aber zurück zum Artikel und zum Thema.

Es ist in den letzten Jahren bekannt geworden, dass ein rüpelhaftes Verhalten oder schlechte Noten ein Zeichen von Hochbegabung sein könnte. Ich finde es toll, wenn Eltern das als Grundlage nehmen und ihr Kind testen lassen. Was ist daran so schlimm? Beim Test würde ihnen dann schon gesagt, dass es nicht hochbegabt ist. Dann ist es halt wieder normal. Was ist daran falsch? Falsch ist aber in meinen Augen, wenn man sich darüber so lustig macht. Jeder Mensch kann doch normal auf solche Äußerungen reagieren und fragen, ob er getestet wurde. Man kann dann nach den Förderungsmaßnahmen fragen oder nach den Herausforderungen, die dem Kind gestellt werden. Es kann ein Gespräch begonnen werden oder man kann – wie diese Autorin – beleidigt einen schlechten Artikel schreiben.

Die Auflistung ist der blanke Hohn. Die Deutschen brauchen immer Checklisten. Der Grund warum in Deutschland lange Zeit die Hochbegabung kein Thema war und einige von uns nicht erkannt wurden, waren Checklisten mit denen in den 80er Jahren eine mögliche HB erkannt wird. Anhand dieser Checkliste bin unter anderem ich durchgefallen bei meinen Eltern.

Die Frage ist doch, was bedeutet sie können früh lesen und rechnen. Die Antwort kann von a) sie wissen das ein Bonbon und noch ein Bonbon zwei Bonbons sind hin zu b) sie können im Tausenderbereich addieren gehen. Also was ist früh? Dafür braucht man Kinder, die anders sind, die anders rechnen. Die Checklisten sind ungenau und führen zu nichts. Ich finde es wichtig, dass die Menschen einfach auf ihre Kinder achten, sie bewusst wahrnehmen und sie unterstützen. In dem was sie sind und was sie machen. Wenn derzeit die Hochbegabung ein Thema ist, sollten wir uns nicht beschweren – wie es in diesem Artikel gemacht wird – sondern freuen. Freuen, dass dieses Tabuthema endlich aufgegriffen wird. Und wenn es jetzt erstmal zu Unsicherheiten kommt, na und? Dann sind halt alle Kinder hochbegabt.

Das Problem ist doch, dass eine individuelle Förderung fehlt. Egal, ob Familie, Kindergarten oder Schule. Immer brauchen wir Kategorien, Schubladen und Regeln. Wenn Schublade A, dann Regel Z. GEnau dieses Verhalten trägt dazu bei, dass Deutschland beim PISA Test auch in den nächsten Jahren immer noch im Mittelfeld liegen wird. Egal wo man hinkommt, es gibt Schubladen und entsprechende Regeln.

Eigentlich dachte ich, dass eher die Muggels die Regeln und Schubladen mögen und wollen und ich dachte, dass es den HBs deshalb so schwer gemacht wird. Aber es scheint wohl auch genügend HBs zu geben, die die Schubladen toll finden. Dann wären diese HBs in dem Fall dann ein Teil der Masse. 😉

Nein, im ernst. Seit dem das Thema – ich beobachte das – in den Medien aufkommt und sich positiv über Hochbegabte, Schulen, die sich für HBs einsetzen etc. berichtet wird, äußern sich die anderen zu Wort. Muggels beschweren sich, dass in den Schulen nur noch den HBs Beachtung geschenkt wird, dass nur noch die im MIttelpunkt stehen, diese Frau beschwert sich,d ass es nur noch hochbegabte Kinder gäbe usw. So langsam tritt wieder das ein, was eigentlich immer vorherrschte. Die HB bekommt wieder einen Makel. Es kann ja nicht sein, dass neutral über dieses Thema gesprochen wird. Und anstatt stolz zu sein auf die HBs, auf ein aufgeschlosseneres Deutschland wird schon wieder gemotzt, weil die HBs zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Hallo? Jahrzehnte lang wurde dieses Thema totgeschwiegen. Viele Millionen HBs mussten leiden, weil es kein Thema war und wenn ein negatives. Und jetzt, wo das Thema endlich in den Alltag einkehrt, soll es wieder verdrängt werden. Dabei wissen die Menschen doch noch gar nicht, was HB überhaupt bedeutet. Sonst würden nicht so viele Eltern glauben, dass ihr Kind HB ist. Das heißt im Umkehrschluss, dass noch mehr über HB geschrieben werden sollte. Es muss noch intensiver berichtet werden und es sollten sich immer mehr HBs outen, damit auch im Umfeld über dieses Thema gesprochen werden kann. Es muss so normal werden wie Keuchhusten oder Masern. Also als Thema meine ich. Die Gesellschaft sollte noch mehr wissen und eine Hochbegabung endlich akzeptieren. Sowieso sollten wir lernen wieder stolz auf uns zu sein. Auf uns, so wie wir sind, egal, wie wir sind.

Aber wir sollten nicht ständig mit dem Finger auf andere zeigen, was diese Personen gerade wieder falsch machen. Da ist es egal, ob das Thema Hochbegabung, Underachiever oder Fahrrad fahren sind. Aber eine Diskussion, ob es normal ist, einem anderen Kind aufs Brot zu spucken, wenn man hochbegabt ist, sollte nicht geführt werden. Vielleicht würde es helfen sich mit den Kindern zu unterhalten, warum es zum Streit kam und überhaupt zu so einem Verhalten gegriffen wurde. Vielleicht hilft das weiter, als wenn sich die Eltern streiten, ob das Verhalten ob des IQs normal ist oder nicht.

HSV spielt unentschieden in Leverkusen

Samstag, Mai 7th, 2011


Absolut verdient spielt der HSV unentschieden. Es war ein hochkarätiges Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten, obwohl die letzten Minuten eindeutig dem HSV gehörten. In den letzten Minuten hätte der HSV zwei drei Tore schießen können, eigentlich müssen.

Die Mannschaft von Oenning spielte sehr kompakt, war lediglich eine halbe Stunde nach der Pause unter Druck, ansonsten hatte man Leverkusen gut im Griff. Es wurde immer wieder schnell nach vorne gespielt. Die Angreifer waren präsent und gewannen sehr viele Zweikämpfe. Nur so geht es. Wenn der Sturm die Bälle halten kann und den Ball auf die nachrückenden Spieler spielen kann, ist jede Mannschaft gefährlich. So viele Chancen wie in diesem Spiel habe ich den ganzen letzten Spielen zusammen nicht gesehen. Das war eine Mannschaft auf dem Platz bei dem jeder für jeden lief und half.

Oennings System ging auf. Er stellte Rincon ins rechte Mittelfeld und Tesche für den gelbgesperrten Zé Roberto auf die 6. Auch Elia scheint Oenning gekitzelt zu haben. Er lief viel und spielte defensiv stark. Somit war das Mittelfeld sehr kompakt, gewann viele Zweikämpfe und konnte dann den Ball schnell nach vorne spielen. Vorne spielten Guerrero und Son. Guerrero hat im letzten Spiel schon sehr viel Einsatz gezeigt, ist in viele Zweikämpfe gegangen, bekommt viele Freistöße zugesprochen und ist immer ein Unruheherd. Son ist in diesem Spiel das weniger gelaufen, was er im letzten Spiel zu viel lief. Deshalb spielte er zwar gut mit, war ein Baustein des Systems, aber es fehlte überraschendes. Es war, als wäre er etwas platt. In der 60. Minute kam dann Pitroipa für Son und der hatte in den 30 Minuten drei Hochkaräter, wovon mindestens zwei als 100%-ige bezeichnet werden müssen. Besonders die letzte Chance hat er leider vergeben, weil er den Ball nicht richtig traf. Aber solange die Mannschaft gut spielt und die Chancen auslässt, ist mir das erstmal egal. Denn jetzt ist es wichtig, dass die Mannschaft zeigt, dass sie lebt und versteht, was der Trainer von ihnen will. Das scheint so zu sein. Die Tore werden reingehen, wenn nicht jetzt, dann im nächsten Spiele  oder in einem späteren Spiel.

Ich hatte in der Vorschau gesagt, dass es mir egal ist, wie das Ergebnis ist, Hauptsache ich sehe ein schönes und spannendes Spiel. Das sah ich, weil die Hamburger von Anfang an präsent waren und oftmals gedankenschneller als ihr Gegner. Sie gingen kompromisslos in die Zweikämpfe, was mir in den letzten Spielen fehlte.  Es sah so aus, als spielten alle mit Spaß, es wurde um jeden Ball gekämpft und keiner verschenkte einen Ball. So stelle ich mir das nächste Saison vor. Da steht eine Mannschaft auf dem Platz, die sich nicht hängen lässt und vor allem, die sich nicht auf ihr Talent verlässt, sondern ehrlichen Fußball spielt. Sehe ich solchen Fußball bin ich nächste Saison sehr zufrieden. Denn dann werden genügend Spiele gewonnen, so dass die Mannschaft im Mittelfeld steht oder eventuell an Platz 6 schnuppern kann.

Tesche und Rincon haben mich überrascht. Waren beide in dieser Saison kaum auf dem Platz, spielten sie eine souveräne Partie. Sie standen defensiv gut, liefen viele Räume zu und setzten auch offensive Akzente. Natürlich funktionierte gerade in der Vorwärtsbewegung noch nicht alles. Aber woher soll das Selbstvertrauen kommen? Da Oenning sich bereits zu den beiden Spielern positiv äußerte, glaube ich, dass sie in der nächsten Saison genügend Einsätze erhalten werden, um auch die offensiven Aktionen positiv zu Ende zu führen. Denn die Überlegungen waren meist die Richtigen. Wenn zu dem die Laufwege mit einer eingespielten Mannschaft einstudiert werden können, werden diese beiden Spieler uns noch viel Freude bereiten.

Westermann hat Wort gehalten. Er meinte, dass auch er mehr zeigen möchte und wieder voranschreiten wird. Damit hat er in der 2. Minute bereits begonnen, als er das Tor schoß. Aber auch im gesamten Spiel, war er sehr präsent und ging voran. Es scheint, als wachse etwas zusammen, was zusammen gehört. Aogo wurde oftmals sehr schön eingesetzt und konnte einige Male gefährlich flanken. Das Hamburger Tor wurde durch ein Freistoß von ihm eingeleitet. Diekmeier lief auf seiner Seite viel und wurde gut von Rincon unterstützt. Die beiden harmonierten auch gut und spielten sich die Bälle in die Räume. Besonders gut fand ich, dass Diekmeier Sam nach seiner Einwechslung keine Chance ließ. Sam, der Überflieger in der Hinrunde, wird kaum noch eingesetzt und konnte auch heute keine Akzente setzen. Er wurde meist fair von einem Hamburger gestoppt.

Die Fans möchte ich erwähnen, denn sie waren über 90 Minuten zu hören. Sie feierten die Mannschaft und bedankten sich bei ihnen. Das war ein schönes Zeichen, besonders nach dem Verhöhnen im letzten Heimspiel. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie will und die Fans haben dieses Zeichen gerne aufgenommen und verziehen. So soll es sein.

Ich freue mich auf das letzte Heimspiel. Bin gespannt wie Oenning aufstellen wird. Aber vermutlich wird Zé Roberto für Jarolim kommen, weil dieser die 10. Gelbe Karte bekam und im nächsten Spiel gesperrt ist. Diekmeier wurde verletzt ausgewechselt und ich hoffe, dass sich das nicht als gravierend herausstellt.

So macht der HSV wieder Spaß, nicht nur den Spielern, sondern auch den Fans.

Nur der HSV!

Mein eBook beim Apple App iBooks

Samstag, Mai 7th, 2011

Ich frage mich ernsthaft, was es mir bringt, dass mein eBook im Apple Bookstore iBooks gelistet ist. Ich kann auf mein Buch nicht verlinken, ich kann es keinem empfehlen, ich kann auf das iBooks App nicht zugreifen, kann dort nichts ergänzen. Ich kann sogar die Rezension nicht einsehen. Ich sehe nur, wie viele Sternchen es bekommen hat. Aber was bringt mir das?

.Ist es gewollt, dass so gar kein Marketing möglich ist? Aber Apple verdient doch an jedem Buch und müsste ein Interesse daran haben, dass so viele eBooks wie möglich verkauft werden. Aber die Aktivitäten bzw. die Möglichkeiten sind dermaßen eingeschränkt, dass ich mich frage, was ich übersehe oder was Apple sträflich vernachlässigt.

.Da lobe ich mir das Amazon Kindle Projekt. Bei dem die eBooks bei Amazon gelistet sind. Dort kann jeder Interessent mit der komfortablen Suche sein Buch finden. Es gibt bei iBooks auch eine Suchmöglichkeit, aber die ist dermaßen einfach und lieblos, dass die Ergebnisse nicht eingeschränkt werden können. Man kann sich die Bestseller ansehen, ok. Aber es gibt auch ein Leben neben den Bestsellern.

.Grundsätzlich bin ich von Apple sehr begeistert. Nach 20 Jahren Windows erfahrene PC Nutzerin genieße ich die Einfachheit von Apple. Sei es den Laptops oder dem iPhone. Umso verwunderter bin ich, dass das iBooks so eingeschränkt nur nutzbar ist. So Benutzerunfreundlich ist. Dass Apple das kann, hätte ich nicht gedacht.

.Apple wollte mit dem iBooks Amazon und seinem Kindle konkurrieren. Aber ganz ehrlich, bei weitem reicht Apple nicht an Amazon heran. Da fehlt so viel!

.Es ist schade und nicht nachvollziehbar. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und ich hoffe, dass Apple da nachrüstet.Vielleicht fragt ihr euch, warum ich dann mein eBook nicht einfach bei Amazon liste, aber das geht leider nicht, weil ich an meinen Verlag gebunden bin. Dieser arbeitet derzeit nur mit Apple zusammen. Es ist geplant auch mit Amazon und allen weiteren eBook-Portalen zusammenzuarbeiten, aber derzeit kann ich als Autor darauf noch nicht zurückgreifen. Deshalb bleibt mir nichts anderes übrig mein eBook bei iBooks zu vermarkten. Tja, und legt einem Apple leider viele, viele Steine in den Weg.

.Wer sich das Buch – über das die ganze Zeit gesprochen wird – ansehen möchte – als Buch – kann es bei amazon tun. Als Buch wird es dort natürlich angeboten!

.Manon Garcia
.Sind Sie noch Katze oder schon Hund?
.Hochbegabung nach dem Testergebnis

Wer dann noch Lust hat, kann zu seinem iPhone oder iPad wechseln und sich dort ein kostenlosen Auszug des eBooks downloaden und etwas darin lesen. Ja, ich weiß, umständlich, umständlicher, iBooks.

Vorschau: Leverkusen – HSV

Donnerstag, Mai 5th, 2011


Ein Duell auf Augenhöhe, ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die coolere Mannschaft das Spiel für sich entscheiden wird. Die Mannschaft mit dem ersten Fehler wird verlieren. Das wäre schön, aber ist das aus HSV-Sicht wirklich zu erwarten?

Leverkusen stand seit dem 11. Spieltag auf einem CL-Platz (Ausnahme: 18. Spieltag). Seit dem 19. Spieltag stehen sie ziemlich unangefochten auf dem zweiten Platz und Bayern ist noch nicht mal in Reichweite auf Platz drei. Die letzten Heimspiele (außer das EL-Spiel gegen Villareal) wurden allesamt gewonnen. Leverkusen hat 21 Punkte mehr auf dem Konto, fast 20 Tore mehr geschossen und zudem weniger Tore kassiert. Das letzte Spiel in der BayArena sah ähnlich schlimm aus, wie Schalke bei ManU. Das Ergebnis von 4:2 täuscht meiner Meinung nach etwas über die haushohe Überlegenheit von Leverkusen hinweg. Der HSV machte sich – mal wieder – berechtigte Hoffnung auf einen der vorderen Plätze bis – ja bis man zum Auswärtsspiel nach Leverkusen fuhr. Danach war dann alles vorbei. Was also kann den HSV Fan positiv stimmen?

Leverkusen konnte von den letzten vier Heimspielen gegen den HSV lediglich 1 gewinnen und verlor 2. Aber zugegeben, die letzte Niederlage habe ich so deutlich vor Augen, dass diese Bilanz nichts beschönigt. Zudem geht der HSV am Stock. Es gibt eine Menge an Verletzten, mit dem Unterschied, dass das sonst immer als Ausrede für die Niederlagen hergenommen wurde und dieses Mal nicht. Obwohl mit Jansen, Ruud, Petric, Mathijsen, Demel es so schlechte Namen nicht sind – auf dem Papier. Dann fehlt noch Zé Roberto wegen seiner 5. gelben Karte. Aber jeder HSV Fan weiß was das heißt, wenn der HSV auf dem Papier die bessere Mannschaft ist oder nach dem Papier einen höheren Tabellenplatz einnehmen müsste. Ja, diese Konjunktive.

Die letzten beiden Spiele wurden verloren. Die Mannschaft spielte nicht frei auf, sondern schleppt immer noch ihre Rücksäcke mit auf den Platz. Es scheint, als wenn durch das Verpassen der EL-Plätze der letzte Zusammenhalt wegbröckelte. Na ja, wenn man vom Zusammenhalt sprechen kann. Zumindest das, was davon übrig blieb. Auswärts spielte der HSV gerade in der Rückrunde zum Schluss alles andere als hoffnungsvoll. Dann schießt der HSV auch kein Tor mehr. Entweder stehen Pfosten und Latte oder gar der gegnerische Torwart im Wege. Die Stimmung als HSV Fan sinkt immer mehr zu Boden.

Aber es gibt Hoffnungsschimmer:
Kacar steht wieder in der Startelf. Zé Roberto wird ersetzt. Pitroipa hat nach seiner Einwechslung gegen Freiburg an seine Hinrunden-Leistung anknüpfen können. Son war eine Belebung und verfehlte das Tor mehrmals nur knapp.
Na also, gibt doch noch Hoffnungsschimmer! 🙂

Oenning hat sich seine Spieler zur Brust genommen, hat sie auf das Spiel gegen Leverkusen vorbereitet und erwartet ehrlichen Fußball. Ich auch. Sonst erwarte ich eigentlich nicht viel vom Spiel, sondern werde mir ansehen, welcher Spieler wie mitzieht und sich einbringt.

Ansonsten hat für den HSV die kommende Saison bereits begonnen. Es geht darum eine Spielphilosophie zu transportieren, das Spielsystem und das Verständnis zu festigen. Es geht darum dem Trainer etwas anzubieten und zu zeigen. Das hat zwar im letzten Spiel nicht sonderlich geklappt, aber Veränderungen funktionieren auch nicht von heut auf morgen. Es dauert bis die Handschrift vom Trainer zu erkennen ist. Dass das bei Mannschaften länger dauern kann sieht man aktuell an Schalke 04. Da scheint die Mannschaft überhaupt nicht zu verstehen, was der Trainer möchte. Anders sind die letzten vier Auftritte nicht zu erklären. Selbst Jürgen Klopp brauchte Monate, bis sein Spielsystem von der Mannschaft umgesetzt werden konnte. Da es für den HSV um nichts mehr geht, sollten wir in Ruhe auf die Wandlung schauen und nichts erwarten. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann fing Jürgen Klopps Dortmunder Mannschaft mit 10 Spielen ohne Sieg an. Dort blieben alle im Verein ruhig. An dem sollten sich alle beim HSV ein Beispiel nehmen. Eine Veränderungen und dann so eine gravierende wie beim HSV kann nicht mal eben im Vorbeigehen erfolgen, denn dann wäre es kein Umbruch. Beim HSV standen in den letzten Spielen hauptsächlich die Spieler auf dem Platz, mit denen in den nächsten Jahren geplant wird. Aber zu der Umstellung, zum Umbruch kommt das fehlende Selbstvertrauen hinzu, welches nach den Pfiffen der eigenen Fans nicht stärker wurde.

Ob sich der HSV Fan am Samstag genüsslich zurücklehnen kann, wird daran liegen, ob der HSV mehr Schußglück haben wird, als gegen Freiburg. Es gab mehrere hochkarätige Schußmöglichkeiten, die ungenutzt blieben. So viele Chancen wird sich der HSV in Leverkusen sicherlich nicht erspielen, aber es würde ja reichen, wenn die erste Chance verwertet würde. Dann könnte es ein interessantes und spannendes Spiel werden. Das der HSV und damit die Mannschaft gut Fußball spielen kann hat sie unter anderem gegen Dortmund gezeigt. Das war eine Spitzenmannschaft und der HSV hat mehr als nur dagegen gehalten. Ich schätze Dortmund stärker ein als die Leverkusener. Aber die Leverkusener haben ein ähnliches Spielsystem wie Hannover. Eigentlich sieht man nicht, was die Mannschaft leistet, aber der Gegner kommt nicht zur Entfaltung und plötzlich führt Leverkusen und gibt die Führung dann nicht mehr her. Die Mannschaft hat gelernt auch die „dreckigen“ Spiele zu gewinnen, eine Eigenschaft mit der sie sonst nicht glänzen konnten. Aber eine wichtige Eigenschaft, um ganz oben mitzuspielen. Sie brauchen nicht viele Torchancen und haben ein sehr gefährliches Mittelfeld. Der Toptorjäger ist ausgerechnet ein defensiver Mittelfeldspieler. Damit ist die Mannschaft unberechenbar und es kann nur mit einer kompakten und geschlossenen Mannschaftsleistungen entgegen gehalten werden.

Hier hoffe ich, dass Oenning die Spieler wieder aufrichten konnte, so dass sie dieses wieder zeigen. Hinten kompakt stehen und vorne etwas mehr Schußglück und der HSV Fan kann vielleicht einen knappen Auswärtssieg feiern. Warum auch nicht? Die Bilanz in Leverkusen ist so schlecht nicht und das Fußballspielen haben unsere Spieler nicht verlernt. Ganz sicher nicht.

Aber wichtiger als das Ergebnis ist mir die Mannschaftsleistung, der Einsatz, der Wille und der Zusammenhalt. Ich werde darauf achten, ob eine Veränderung zu den vorherigen Spielen zu erkennen ist. Werde mir die jungen Spieler genau ansehen. Nicht für dieses Spiel, sondern im Hinblick auf die neue Saison. Sehe ich ehrlichen Fußball, wie Oenning es beschrieb, dann gebe ich mich auch mit einer Niederlage zufrieden. Denn, wie gesagt, diese Saison ist vorbei, es geht darum sich auf die nächste Saison vorzubereiten. Und dafür zählen die Punkte in dieser Saison nicht mehr.

Ich wünsche uns ein schönes und spannendes Spiel!

Nur der HSV! 🙂