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26.1.2011 von Manon García.
Ich bin eigentlich kein Dschungelcamp Gucker, aber habe geguckt. Ja, so kann es kommen, wenn ich entsetzt vorm Fernseher sitze und meine Kinnlade nicht geschlossen bekomme. Aber worüber rege ich mich eigentlich auf? Leute wie diese Sarah Dingens wird es viele geben. Das regt mich gar nicht so auf - also auch, ich hätte sie erschlagen können, wäre es ein Spiel gewesen. Aber so hätte auch das Zertretens des TFT Bildschirm nichts gebracht, dann wäre sie im Röhrentv immer noch gewesen. Nee, das ging nicht. Also guckte ich entsetzt diese Sendung und fragte mich allen ernstes wie so eine Frau alle um den Verstand bekommt. Langsam aber sicher hat sie alle gegen sich aufgebracht und wenn noch Sympathie vorhanden war, war diese sicherlich der Situation geschuldet.
Was mich aber viel mehr geschockt hat, war die Reaktionen der Menschen, der Zuschauer. Gut, manche saßen ähnlich geschockt wie ich davor, aber es gab viele, die amüsierten sich über diese Frau. Die fanden das lustig?! Nun gut, aber wenn ich mir mal so aus dem Gedächtnis überlege, was sie sich von Anfang an so alles erlogen und erstogen hat, frage ich mich, wieso man ihr jetzt bei den Aussagen über die Gruppe im Allgemeinen und über Jay im Speziellen alles glaubt, was sie sagt. Ich versuche mal zu rekapitulieren oder so.
Soll ich weiter machen? Ich denke nicht. Ach ja, dann noch ihre Wiederholungen oder ihre Wiedergabe, wie die Prüfungen waren. Also wir hatten es ja gesehen und konnten mit eigenen Ohren und Augen verfolgen, wie ein 24-jähriges Mädchen bei jeder Prüfung log, wenn sie ihren Mitbewohnern schildern musste, wie schlimm diese Prüfungen waren.
Dann ihre (gespielte) Freude, wenn sie nicht rausgewählt wurde. Hallo? Es saßen noch welche in der Runde, die gleich erfahren würden, dass sie gehen müssen und Sarah Dingens freut sich dermaßen übertrieben und blödsinnig, dass sie drinnen bleiben darf? Ob sie überhaupt mal eine Sekunde an ihre Mitbewohner dachte? Bei den Prüfungen hatte sie das ja nicht dazu bewegt sich zu überwinden.
Dann kommt Jay von einer Prüfung, die Sarah ablehnte. Er will berichten, wie es ihm erging und Sarah springt dazwischen und muss jedem erzählen, wie es ihr ging, als sie die Prüfung machte. Hallo? Sind noch alle an Bord? Jay war heute dran und du drängelst dich dazwischen. Warum die das alle mit sich machen ließen, na ja, ich muss nicht alles verstehen, aber ich denke, wegen der Zuschauer vorm TV, sonst hätten die sie gekillt!
Ach ja, die Übung mit Peer - ihrem Nervnachfolger -. Er geht durch den Tunnel und holt 5 von 10 Sternen, weil er dachte, wenn er einen Stern hat, kommt die nächste Kammer. Aber es gab nur 5 Kammern mit jeweils 2 Sternen, was Peer nicht mitbekam. Nun gut, er ärgerte sich und Sarah mit ihm. Sie war entsetzt, wieso er nur 5 Sterne mitbrachte. Sie war enttäuscht! (Ich brauche nicht erwähnen, dass sie ganze 0 Sterne? nee, brauche ich nicht, okay.) Also gut, sie darf versagen und andere nicht. Die werden auch nicht gelobt, wenn sie für Essen sorgen, sondern beschimpft, weil sie so wenig holten. Nee, so geht das ja auch nciht!
Dann das schönste und zugleich durchtriebendste überhaupt. Sarah Dingens ging - nach dem sie die gefühlte 10 Prüfung ablehnte - zu Dr. Bob und wollte aus medizinischen Gründen Essen haben?! Hallo? Essen für sich alleine? Also nciht für die anderen, nein, für sich, sich ganz alleine. Na ja, nee, mir fehlen die Worte.
Die Frau, die jedem ins Wort fiel, die sich ständig profilierte, die mit ihren Reimen sich positionierte, die eigentlich durch alles immer die Aufmerksam haben wollte, egal, ob es der aussetzende Stuhlgang war oder der jetzt wieder funktionierende Stuhlgang, die eigene Dämmlichkeit, die Selbstzweifel, ach ihr fiel immer wieder etwas Neues ein, um im Mittelpunkt zu stehen. War sicherlich anstrengend, deshalb sah sie das auch nicht ein, dass sie mit ihrem ganzen Engagement so wenig Respekt von ihren Mitbewohnern bekam. Die, die trotz verweigerter Prüfung Sarah in den Arm nahmen und sie trösteten, bis ihnen die Ausflüchte zu komisch vorkamen und sie dann doch nicht mehr wollten. Aber grundsätzlich hat sich jeder ihr gegenüber fair verhalten, und dass man in einem Team, in einer Gruppe sich eingliedern sollte, ist normal. Na ja, zumindenst für alle, die nicht Sarah dingens heißen.
Also, diese Frau wurde nun gebeten zu gehen. Sie sah sich um die restlichen 100.000 Euro betrogen, die sie schon gedanklich ausgab. Also musste sie sich was einfallen lassen. Sie ging zu der Person, die am Labilsten ist: Peer. Ihn bequatschte sie solange, bis er ihr das glaubte, na ja Männer und blonde Frauen sag ich nur. Also fühlte sich Sarah gut und sie wollte weiter kämpfen. Sie hat Peer zwar gerade von jedem Mitbewohner etwas total Schlimmes gesagt, hat jeden in den Dreck gezogen, hat alles das, was jemals negatives in den Medien stand erzählt und gesagt, dass sie das nicht mehr aushält. Super, nun schwang sich Peer als der große Ritter auf. Ihm kam das nicht komisch vor, dass sie ihm das erzählte, dass sie über alle anderen lästerte nur nicht über ihn, und verbündete sich.
Komisch nur, dass die Zuschauer auf einem Mal nicht mehr wissen, was Sarah von Anfang an log, heulte, wenn es gerade passte, lachte, wenn es gerade passte, machte was sie wollte, wenn es gerade passte, sich umarmen ließ, wenn es gerade passte und alle von sich stieß, wenn es gerade passte. Ach ja, sie hatte für jede Situation eine Lösung - wie sie fand. Dass jetzt die Zuschauer diese Sarah jetzt mit einem anderen Auge sehen, kann ich nicht verstehen. Egal, ob die Aussage, dass die beiden ein Liebespaar spielen wollten oder nicht, wahr ist oder nicht. Spielt nicht jeder von denen dort eine Rolle, versucht nicht jeder dort so gut wie möglich auszusehen, um König zu werden? Und wenn es durch Desinteresse von Rainer, Geklüngel von Peer und Mathieu oder sonst was war. Jeder hat sich etwas ausgedacht, womit er gut leben konnte. Und wenn sich Indira und Jay nicht lieben - na und? Mich interessiert das nicht. Denn die machen das alle nur, weil sie Geld brauchen und sich Aufträge erhoffen, wenn sie wieder draußen sind. Das ist legitim, also warum nicht.
Schlimm finde ich, dass sich Sarah Dingens aufspielt und sich über die anderen erhebt. Die anderen machen das nur wegen Geld! Die anderen wollen nur Aufmerksamkeit! Ja und? Weshalb warst du noch mal im Camp Sarah? Weil du so viele Modelljobs hast? Weil du so stinkreich bist? Weil du so viele andere Jobs hast? Also was ist dein Problem Sarah? Weil die dich nciht haben wollten und dich dazu gewungen haben rauszugehen und du damit keine Chance mehr hast Königin zu werden? Ja, du hast wirklich geglaubt, dass du ohne bestandene Prüfung, mit Rumheulerei und Gezicke Königin wirst. Ja, ich denke Jay hat recht, dass du eingewiesen gehörst. Gut, so hat er das nicht gesagt, er ist da netter. Aber anders kann ich mir das nicht erklären. Irgendwas scheint in deinem Kopf nicht zu funktionieren. Aber du bist nicht alleine, denn die Zuschauer sind auf deinen letzten Akt herein gefallen und sind jetzt sauer auf Jay. Das hast du wenigstens geschafft, denn König wird auch er nicht werden.
Aber was läuft falsch, dass so jemand wie du, so lange so viel Blödsinn machen darf und am Ende dann noch viele auf deiner Seite sind? Vielleicht bin ich auch falsch, weil ich es nicht verstehe. Wer weiß.
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26.1.2011 von Manon García.
Verwundert blicke ich auf das Fußballgeschehen und auf deren Berichterstattung.
Ein Beispiel ist die Torwartfrage am Anfang der Saison. Veh wollte, dass Drobny geholt wird, weil dieser Torwart bei Hertha BSC teilweise Weltklasse hielt und sich ablösefrei auf dem Markt aufhielt. Warum nicht zugreifen? Zumal Hesl nicht den starken Eindruck eines Kraft bei Bayern vermittelte. Hesl hielt keine Unhaltbaren und strahlte auch nicht aus, dass er das könnte. Einen erfahrenen Torwart verpflichten, der seine Qualitäten im Spiel nach vorne hat, der mitspielt und so eine Abwehr entlasten kann. Aber was wurde daraus gemacht? Gut, es war noch Sommerloch, aber die geäußerte Meinung wurde niemals in Frage gestellt oder revidiert. Also lag es nicht am Sommerloch, sondern an der Art wie Journalismus heutzutage funktioniert. Es musste eine Headline her. Etwas was aufrüttelt und den Fall eines Helden zeigt, wirkt am besten und bringt das meiste Geld. Also wurde „Rost soll entmachtet werden“ geboren. Armin Veh hat zu keiner Zeit gesagt, dass Rost nicht mehr im Tor stehen soll. Bei Veh entscheidet das Leistungsprinzip, wie bei jedem guten Trainer. Also galt das auch für Rost und Drobny. Der bessere Torwart würde spielen. Selbst als Veh sich für Rost entschied, weil er den besseren Eindruck machte, wurden diese Aussagen in Frage gestellt. Das wäre für die ersten Spiele, bis Rost einen Fehler macht und dann würde Veh endlich seinen Torwart installieren. Diese Unterstellungen fand ich schlimm, entbehrten sie doch jeglicher Grundlage. Aussagen, dass Drobny ein paar Spiele bekommen würde, heizte diese Diskussion in den Medien wieder an, obwohl es zum Beispiel in England normal ist, dass in Pokalspielen die Ersatzleute spielen. In Deutschland wartete man täglich auf den Moment, dass Drobny ins Tor kommt. Fast schon traurig reagierte die Presse, als Rost nach seiner Verletzung ohne Diskussion ins Tor zurückkam und es keine Wachablösung gab. Wie herrlich hätten die Headlines klingen können. So war es langweilig und keine Zeile wert.
Der nächste Punkt ist Bastian Reinhardt. Bastian Reinhardt hat keinerlei Erfahrungen als Trainer, Sportdirektor oder im Management. Er kann nur ein Praktikum in der Geschäftsstelle vorweisen. Er ist nicht auf den Mund gefallen, ist intelligent und kann über den Tellerrand schauen, deshalb wurde ihm die Stelle als Assistent angeboten. Er war kein Nationalspieler und er kennt die Mechanismen beim DFB nicht. Das alles ist nicht schlimm, sollte Bastian Reinhardt langsam neben einem Fachmann aufgebaut werden. Er sollte in ein paar Jahren - analog Nerlinger bei Bayern - aufgebaut werden, damit er in diesen Posten hineinwächst. Dieser Fachmann wurde zwar angeheuert, aber dieser ging bevor er anfangen konnte. Also stand Bastian Reinhardt alleine vor einer Mammutaufgabe, immerhin ging es um den sportlichen Bereich beim HSV. Bei kleineren Vereinen, bei denen kein Erfolg erwartet wird, ist eine Installation eines Neulings einfacher und mit weniger Medienaufkommen ruhiger durchzuführen. Beim HSV sind bei jeder Pressekonferenz zu einem Bundesligaspiel mehr Presseleute als zu allen Heimspielen von Freiburg zusammen. Beim HSV kann nicht in Ruhe aufgebaut werden, weil der HSV ein großer Verein ist, dem von allen Seiten auf die Finger geschaut wird. Also suchte der Verein weiter nach einem Fachmann, der Bastian Reinhardt einweisen und die sportlichen Geschicke lenken sollte. Als der Name Günter Netzer erwähnt wurde, sprachen die Medien von einer Demontage Reinhardts. Klingt gut, ist aber völlig falsch. Zumal Reinhardt nicht ersetzt werden sollte, sondern wie von Anfang an besprochen, als Assistent herangeführt werden sollte. Es wurde intensiver mit Sammer gesprochen und wieder wurde von einer Entmachtung Reinhardts gesprochen. Ich weiß nicht, ob durch die Medien oder ob Reinhardt auf die Idee kam, dass er ein gleichwertiger Ersatz für einen erfahrenen Sportdirektor wäre. Er ist es nicht, aber er kann es werden. Das wurde auch nie in Frage gestellt. Nun möchte sich Reinhardt besser positionieren und mal mit der Faust auf den Tisch hauen. Autorität hat man, aber man kündigt es nicht an. Respekt, den Reinhardt einfordert, muss man sich erarbeiten. Seine Außendarstellung hat mit Autorität und Respekt nichts zu tun. Reinhardt ist ein Anfänger - egal, wie oft er mit der Faust auf den Tisch haut. Er kann durch Erfolge auf sich aufmerksam machen. Aber nicht, in dem er sich öffentlich wundert, dass ihm ein Experte an die Seite gestellt werden soll, was von Anfang so geplant war. Dass sich Reinhardt Hoffnung macht irgendwann alleiniger Sportdirektor zu sein, ist löblich, aber dafür sollte er anfangen, an seinem Profil zu arbeiten.
Ich weiß nicht, in wie vielen Medien ein Artikel über Ruuds stand, dass er den HSV im Sommer verlässt. Das wird dargestellt, als wäre es eine Besonderheit, die es zu erzählen gibt. Als Headline macht sie sich auch gut. Aber was steckt dahinter? Ein Ruud van Nistelroy wollte den HSV im Januar verlassen, nach dem dieser ihn aufgebaut hat und nun die Früchte ernten wollte. Hätte man ihn gehen lassen, wäre er bereits jetzt schon weg und nicht erst im Sommer. Ruud erzählt seit einem Jahr, dass er im Frühling überlegen wird, ob er ein Jahr verlängert. Aber bevor der Spieler überlegt, ist doch die Frage, ob der HSV überhaupt an einer Vertragsverlängerung interessiert ist. Immerhin ist seine Torquote für sein Gehalt unterirdisch. Der HSV und die Fans haben sich mehr versprochen und haben sicherlich kein Interesse einen abwanderungswilligen Spieler zu diesen Konditionen zu halten. In den Medien wird über die Nichtverlängerung von Ruud geschrieben, als hätte der HSV die nächste Baustelle. So einen Spieler will in Hamburg keiner sehen. Deshalb wundert mich diese Art der Berichterstattung. Warum wird einem Spieler, der sich sogar freikaufen wollte, so ein Raum gegeben? Grund: Er würde nach seinem Karriereende in Madrid leben wollen. Meine Meinung, ihm wird auch ohne Vertrag ein Haus in Madrid verkauft. Schade nur, dass Ruud eine Plattform bekommt, die einem Vertragsbrüchigen nicht gebührt. Er wurde aufgebaut und ihm wurde ein Vertrauensvorschuss genehmigt, weil auf viele Tore gehofft wurde. Die Tore hat er nicht geschossen, das Vertrauen war ihm egal und er wollte dahin zurück, wo sie ihn vor einem Jahr fortschickten. Aber die Medien haben ein neues Thema und deshalb wird Ruud mit seinen Wechselabsichten zum Ende der Saison groß und breit veröffentlicht.
Die Medien sind für den Sport sehr wichtig, aber sie manipulieren, damit die Quoten stimmen. Hier ist ihnen jedes Mittel recht, aber wer soll da den Überblick behalten und objektiv bleiben? Es wird bei der Fülle an Einflüssen immer schwieriger. Hinzu kommt, dass viele Zeitungen voneinander abschreiben, so dass sich eine falsche Nachricht potenziert und sich als Meinung festigt.
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