Archive for Oktober, 2010

Pressemitteilung: Sind Sie noch Katze oder schon Hund?

Montag, Oktober 25th, 2010

Hochbegabung nach dem Testergebnis – ist ein Sachbuch von Manon García und wendet sich an Hochbegabte und an die, die es werden wollen.
Ein Mensch, der durch einen Test erfährt, dass er hochbegabt ist und dieses vorher nicht ahnte, ist froh über Informationen. Nicht alle können diesen IQ-Wert aufnehmen, als hätten sie eine Urlaubskarte erhalten. Viele Hochbegabte landen in einer Identitätskrise oder werden von unbeantworteten Fragen erschlagen.
Das Buch nimmt Hochbegabte an die Hand. Es erklärt Grundlegendes, gibt Antworten auf Fragen, die sich beim Erkennen der Hochbegabung ergeben, und erläutert aktuelle Forschungsergebnisse. Tipps und Hinweise helfen, den eigenen Weg zu finden und mit dem Testergebnis umzugehen. Der Lesernutzen liegt im Erkennen von Parallelen zur eigenen Lebensgeschichte, im Reflektieren über die mögliche eigene Hochbegabung, im Verstehen, wie man die Person geworden ist, die man ist. Ebenso hilft es beim Aussöhnen mit dem eigenen Leben, hilft beim Nachdenken, was man im Leben verändern möchte, gibt zahlreiche Tipps: Wie man sich verändern und seine Träume (doch noch) verwirklichen kann und liefert natürlich umfassende Informationen zu den Themen Hochbegabung, Persönlichkeitsentwicklung und Lernen.
„Sind Sie noch Katze oder schon Hund?“ bietet solides Handwerk, gut recherchierte Fachtexte, nachvollziehbare Beispiele und schlüssige Erläuterungen. Und damit einen hohen Nutzwert für alle diejenigen, die verstehen möchten, wie eine nicht oder spät erkannte Hochbegabung ein Leben beeinträchtigen kann.
Das Sachbuch von García informiert den Leser über die Hochbegabung. Es zeigt, wieso es Unterschiede in den Leistungen gibt, welche Einflüsse auf den hochbegabten Menschen wirken, mit welchen Rückschlüssen eventuelle Forderungsdefizite aufgeholt werden und wie ein jeder sein Leben mit der Hochbegabung leben kann.
Ein Sachbuch, welches zum Nachdenken anregt und zum Leben mit der Hochbegabung einlädt.

Angaben zum Buch:
Autorin: Manon García
Titel: Sind Sie noch Katze oder schon Hund?
Untertitel: Hochbegabung nach dem Testergebnis
erschienen: 28. September 2010
ISBN: 978-3-8391-9967-1
Seiten: 200
Verlag: Books on Demand GmbH
Preis: 19,95 €

Kontaktinformation:
Manon García
Vormann-Stüve-Weg 10
18119 Rostock
Mail: autorin@manongarcia.de
URL: www.manongarcia.de
Blog: http://Blog.manongarcia.de

Bitte wenden Sie sich an die Autorin, wenn Sie ein Rezensionsexemplar wünschen.

Verkehrte Welt beim Unentschieden HSV gegen Bayern

Samstag, Oktober 23rd, 2010


Ich kann mich an kein Spiel gegen die Bayern erinnern, in dem der HSV dominant war und sich die Bayern wie die Hasen in ihre Hälfte zurück zogen. Sie haben gemauert, mit sie meine ich die Bayern. Sie haben sich hinten reingestellt, sie haben auf Konter gelauert, sie hatten Respekt vorm HSV und konnten sich ausser ein paar Male nicht befreien. Was war das für ein Spiel!? Die ersten 15 oder 20 Minuten war HSV Dominanz pur und die Bayern standen hinten drinnen. Nichts war zu sehen von der Bayern Dominanz, von 70% Ballbesitz. Es war anders herum und das sehe ich positiv. Natürlich bin ich traurig, dass der HSV nicht gewonnen hat, aber die Art und Weise war sensationell und wird vielleicht so schnell nicht wieder kommen.

Die letzten Spiele hat der HSV gewonnen, aber was waren das für Spiele? Die Bayern drückten, hatten Torchance über Torchance und der HSV konnte sich ab und an mal befreien. Bei einem dieser Befreiungsschläge wurde dann jedes Mal der Siegtreffer erzielt. Aber so eine Dominanz, wo es auch hätte 3:0 hätte ausgehen können? Hallo? Der HSV spielte gegen Bayern. Gegen die Mia-san-Mia-Bayern.

Ich hatte den Eindruck, dass der HSV nicht wusste, wie er mit dieser Situation umgehen sollte. Sie spielten die Bayern an die Wand, so dass diese in ihrer Hälfte mauerten. Die Spieler dachten, sie wären im falschen Film, aber waren sie nicht. Da die Bayern aber nicht zu unterschätzen sind, was beim Schuss von Müller in der 25. Minute zu sehen war, konnte der HSV nicht noch mehr aufmachen. Das hätte wahrscheinlich geendet wie gegen Wolfsburg. Also blieben sie hinten sicher und waren trotzdem gefährlich. Schade nur, dass keiner der guten Möglichkeiten genutzt wurde. Es waren genügend Chancen: Jansen, Ruud, Petric, Trochowski, Pitroipa, um die größten zu nennen. Sollte das der Beginn einer starken HSV-Mannschaft sein, vor denen sogar die Bayern Angst haben, dann kann ich mit dem Unentschieden leben.

Wer mir gefallen hat, war Rincon und Ruud. Was die beiden in dem Spiel gezeigt und geleistet haben, war sensationell! Ruud behauptet den Ball, wenn drei, vier Gegner um ihn herum stehen und bringt den Ball trotzdem zum Mitspieler. Aber nicht irgendwie, sondern so gezielt und genau, dass es immer gefährlich wurde. Schade, dass er bei seiner guten Chance zu lange überlegte bzw. wartete bis der Ball richtig lag. Da war es zu spät. ich denke, es würde Ruud gut tun ein Tor zu schießen, denn er fängt langsam an zu denken, was für einen Stürmer gefährlich ist. Aber Rincon! Gegen Mainz war er schon weltklasse, aber gegen die Bayern hat er noch einen drauf gelegt. Zu seinen Defensivkünsten kamen auch Akzente in der Offensive. Er gab mehrere gute Pässe und schoss selber aufs Tor. Bin gespannt wie Veh reagieren wird, wenn Jarolim wieder fit ist. Für mich müsste Rincon drinnen bleiben, weil er einfach besser in der Defensive ist. Sollte Rincon dann auch noch weiter Selbstvertrauen tanken, dann werden wir auch Offensiv unsere Freude an ihm haben. Aber wird sich Veh das trauen?

Benjamin hat mir auch sehr gut gefallen und er hat sich in die Mannschaft gespielt. Er gehört für mich in der Verfassung zur ersten Elf. Da kommt ein Demel überhaupt nicht dran und ein Dieckmeier muss sich anstrengen, um da ran zu kommen. Das wird spannend.

Pitroipa hat gut begonnen, aber ihm merkte man gerade in der zweiten Halbzeit an, dass er verletzt war und deshalb konditionell nicht bei 100% ist. Schade, sonst wäre der Ball in der 81. Minute wohl rein gegangen. Aber der Piet wird uns noch Freude machen. Was ich gar nciht gut fand, war dass Piet es nicht ausnutze und öfters die 1:1 Situationen gegen Pranjic suchte. Als er so schnell die gelbe Karte sah, dachte ich noch, gut der wird keine 90 Minuten überstehen. Aber Piet ist nach der gelben Karte nicht mehr in diese Zweikämpfe gegangen und hat das nicht ausgenutzt. Schade, denn Pranjic hätte im Zweifel zurückziehen müssen.

Die Innenverteidigung mit Westermann und Mathjisen standen sicher. Gomez? War er auf dem Platz? Ach ja, ich sah ihn, als er versuchte einen Ball an der Außenlinie zu stoppen und in die Bande fiel. Schlimm nur, dass Mathjisen da die gelbe Karte sah, für nichts. Das kann ein Spiel entscheiden, aber hat es nicht. Gomez war für unsere Innenverteidigung nicht stark genug. Der Schuss, der 10 Meter am Tor vorbei ging, sprach Bände. Mathijsen hatte die Aufgabe sich um Gomez zu kümmern, was er sehr gut machte.

Rost und später Drobny waren beide sehr sicher und ein guter Rückhalt. Rost hielt gegen Müller gigantisch und Drobny strahlte eine unwahrscheinliche Sicherheit aus, die mich überraschte. Nach dem kuriosen Wechsel von Rost wurde Drobny ins kalte Wasser geschmissen und hielt stand. Sehr gut. Da kann man nur froh sein, dass der HSV so einen tollen zweiten Torhüter auf der Bank sitzen hat.

Nun komme ich zu den Spielern, die mir nicht so gut gefallen haben. Da gehören diesmal leider auch Ze Roberto und Guerrero dazu. Jansen ist mit seinen vielen Verletzungen noch lange nicht fit und immer wieder ein Sicherheitsrisiko. Leider. Wann er den Rückstand wohl aufgeholt haben wird? Veh kann auch nicht wechseln, weil Aogo ebenfalls verletzt ist. Guerrero hat die ersten Minuten gut gespielt und ging dann unter. Er ging den Bällen nicht entgegen, verlor seine Zweikämpfe und konnte Ruud nicht in Szene setzen. Ganz schwach und die Krönung seiner Leistung war dann die Auswechslung. So ein Theater – gut das Veh das anspricht und sich nichts vormachen lässt. Entweder Guerrero kommt von seinem hohen Ross herunter oder befindet sich auf der Bank wieder und steht hinter Choupo-Moting und Son zurück. Ganz einfach. Zé Roberto war wohl doch geschwächter von seiner Verletzung als gedacht. Er setzte nie zu seinen gefährlichen Sprints an auch in der Rückwärtsbewegung sah man ihm an, dass er nicht fit ist. Schade, ein Zé in Bestform hätte sicherlich zum Sieg beigetragen. Auch Trochowski war nicht so gut wie in Mainz. Er verdribbelte sich oft, hielt den Ball zu lange und war auch defensiv nicht so stark. Ich würde ihm noch eine Chance geben, aber ihn genau beobachten. Denn in der Verfassung sehe ich da lieber einen Choupo-Moting oder bald wieder einen Son. Trochowski muss mehr machen, will er in der Startelf stehen.

Trotz der vielen schwächeren Spieler konnte der HSV dominieren und sich die vielen Torchancen erarbeiten. Wie wäre es gewesen, wären die vielen Spieler fit gewesen und in Bestform? Nicht auszudenken, aber ein schöner Traum. 🙂

Nur der HSV!

Buch-Rezensionen bei amazon.de

Samstag, Oktober 23rd, 2010

Das Buch über Hochbegabung ist kaum auf dem Markt schon gibt es zwei positive Rezensionen bei amazon. Darüber freue ich mich sehr. Auch bekam ich Rückmeldungen von Lesern, die mich im Nachhinein bestärkten, dass ich das Buch geschrieben habe. Während der vier Jahre recherchieren und schreiben habe ich des Öfteren überlegt, ob es richtig ist dieses Buch zu schreiben. Die Verlage wollten das Buch nicht veröffentlichen, weil die Zielgruppe zu klein sei. Auch kamen Rückmeldungen was denn so ein Buch bringen soll und dass es überflüssig wäre. Im Grunde genommen wusste ich, dass es wichtig ist, dass es so ein Buch noch nicht gibt und dass so ein Buch vielen helfen kann. Aber wenn vier Jahre lang immer nur Gegenwind kommt und keiner eine Chance auf dem Buchmarkt sieht, ist es trotz allem schwer an seiner Idee festzuhalten. Ich bliebt standhaft und gab nicht auf. Die jetzigen Rückmeldungen freuen mich deshalb sehr. Natürlich weiß ich, dass auch andere Rückmeldungen oder Rezensionen folgen werden, aber es freut mich, dass es bis dato so gut angenommen wird. Auch die Resonanz auf die Rezensionsexemplare von Journalisten und Autoren freut mich sehr. Ich bin sehr auf die Rezensionen in den entsprechenden Zeitungen, Zeitschriften, Blogs oder auch bei amazon gespannt.

Jeder wird das Buch anders lesen, jeder wird andere Absätze favorisieren und unterschiedliche Schlüsse ziehen. In welche Richtungen diese gehen werden, lässt mich gespannt auf die Veröffentlichung der Rezensionen warten. Wer sieht was in dem Buch, welche Kapitel kommen wie dabei weg, welche Stellen werden hervorgehoben oder zerrissen? Die Resonanz finde ich beachtlich und ich freue mich, dass ich mit der Buchidee nicht so verkehrt lag, wie es die Aussagen der Verlage vermuten ließen. Es ist ein Buch, welches notwendig ist, so lange bis es normal ist, als Hochbegabter aufzuwachsen und entsprechende Förderung und Forderung zu erhalten. So lange es unkritische Äußerungen gibt, wie sie unter www.speybridge.de regelmäßig thematisiert werden, so lange wird so ein Buch wichtig und notwendig sein. Vielleicht kann ich meinen Beitrag leisten, dass Hochbegabung normal ist. Das würde ich mir wünschen.

Wer nun gar nicht weiß, um welches Buch es sich handelt, kann sich unter www.manongarcia.de informieren. Sollten Informationen fehlen, können diese gerne erfragt werden. Sei es hier in einem Kommentar, per Mail oder im Diskussionsforum unter meinem Autorenportrait bei amazon.de. Ich freue mich!
🙂

Sind Sie noch Katze oder schon Hund? Hochbegabung nach dem Testergebnis

HSV siegt 1:0 in Mainz

Sonntag, Oktober 17th, 2010


Super gemacht! Die Mannschaft hat funktioniert und hat mich 90 Minuten überzeugt. Der HSV ist wieder oben dran und es ist alles möglich. Dieser Sieg war sehr wichtig und stärkt das Selbstbewusstsein, was nach den Niederlagen gegen Wolfsburg und in Bremen sicherlich ins Wanken geriet. Aber sie sind in Kaiserslautern zurück gekommen, mit einem Sieg, das Spiel war egal, Hauptsache Sieg. Das haben sie geschafft und deshalb war es logisch, dass dieser Sieg viel besser heraus gespielt wurde. Der HSV hat sehr sicher gestanden, außer in der 25. Minute und 20 Minuten in der zweiten Halbzeit. Aber insgesamt hat mir die Mannschaft gefallen. Wir hatten unzählige Verletzten und Kranke, aber die Mannschaft, die auf dem Platz stand war gut, war richtig gut.

Was mir gut gefällt, ist, dass Veh reagiert, wenn er reagieren muss. Bereits nach 39. Minuten hätte er Demel ausgewechselt, wenn sich Rincon nicht verletzt hätte. Als dieser aber weiterspielen konnte, wurde Demel ausgewechselt. Gut und wichtig! Die Mannschaft muss sehen, dass Veh alles sieht und vor allem auch reagiert. Er zeigt damit den Auswechselspielern, dass es nach Leistung geht, dass die Trainingsleistung für einen Einsatz rechtfertigt. Das war ein wichtiges Zeichen an die Mannschaft sich nicht hängen zu lassen, denn es sind genügend draußen, die stark sind und Selbstvertrauen haben.

Ich möchte mit den guten Spielern beginnen, die mir richtig Freude machten. Da möchte ich als erstes Rincon nennen. Was er an Zweikämpfen gewonnen hat, wie er viele, sehr viele Angriffe der Mainzer unterband und das fast immer fair – Hut ab! Ich fürchtete eine Verletzung kurz vor der Pause, aber als Rincon weitermachen konnte, war ich zuversichtlich. Die rechte Seite wurde mit Benjamin dicht gemacht, denn gefährlich wurden die Mainzer nur über diese Seite. Für die zweite Halbzeit war ich zuversichtlich. Auch, weil mir mit Ze, Guerrero und Ruud drei geniale Spieler auf dem Platz hatten, die zauberten, die tricksten  und immer gefährlich waren. Der Pfostenschuss von Ze, der (leider) missglückte Heber von Ruud, das (zu unrecht) nicht gegeben Kopfballtor von Ruud und das Tor von Guerrero. Es war immer gefährlich und ich wusste, dass der HSV jederzeit ein Tor schießen würde.

In den 20 Minuten, in denen Mainz stärker wurde, merkte man der HSV Mannschaft an, dass einige auf dem Platz standen, die lange nicht spielten oder vorher verletzt waren. Jansen ist da ganz oben zu nennen, genau wie Trochowski. Beide hatten in der Zeit nicht ihre starke Phase, erlaubten sich viele Abspielfehler und waren unkonzentriert. Sie gewannen nicht mehr so souverän ihre Zweikämpfe, aber was ich phänomenal fand, war, dass in Ze und Ruud zwei Spieler einfach eine Schippe drauf legten, um diese „Schwäche“ auszugleichen. Unbeschreiblich, wie Ze zum Schluss aufdrehte. Natürlich merkte man auch Kacar und Rincon an, dass sie selten spielen und schon gar nicht über 90 Minuten. Aber sie haben es gut gemacht. Auch Guerrero nahm sich seine Auszeiten, aber er war da, als es drauf ankam!

Diese Mannschaft hat gebissen und gezeigt, dass mit ihr zu rechnen ist. Die Kompaktheit, die die Mannschaft auf dem Rasen zeigte, fand ich sehr erstaunlich. Lag es am System? Ich denke Veh wird sich seine Gedanken machen.

Zu den etwas schwächeren Spielern. Da ist zu aller erst Demel zu nennen. Was er spielte, war eine Frechheit. Wie er zu dem Anspiel von Rincon ging, welches dann eine hundertprozentige von Mainz wurde, war schon eine Frechheit. Das war nichts! Auch wenn das Anspiel von Rincon gefährlich war, hätte Demel genügend Zeit gehabt sich zu stellen und den Ball entgegen zu gehen. Zu spät sah er, dass ein Mainzer dazwischen geht. Auch danach leistete er sich Fehler, die unbeschreiblich sind. Er ist Nationalspieler, was ist nur mit ihm los? Gut, dass Benjamin so souverän gespielt hat. Das kann auch gegen Bayern eine Möglichkeit sein. Leider ist Dieckmeier immer noch verletzt. Dann ist da noch Kacar und Trochowski. Ich denke, beide waren gut, aber nicht überragend. Teilweise ging mir Trochowski dermaßen auf den Keks, wenn er sah, dass auf einer Seite keiner nachkam, er den Ball aber trotzdem dorthin spielte und sich dann aufregte, dass dort keiner war. Das geht gar nicht und sollte er schnellstmöglich unterlassen, sonst ist er sicherlich wieder draußen. Leider war er oftmals zu langsam mit seinem Abspiel, übersah teilweise gut stehende Mitspieler und wollte mit Scheuklappen etwas probieren, was nicht ging. Schade. Aber trotzdem würde ich ihm eine zweite Chance geben. Er spielt auf der Zehn, dort braucht man Selbstvertrauen. Würde er dort ein paar Mal spielen, kann es sogar was werden. Ich hoffe nicht, dass es mal wieder ein gutes Spiel von ihm war, wonach fünf schlechte Spiele folgen. Kacar hat mannschaftsdienlich gespielt, hat sich reingehängt, hat viele Zweikämpfe gewonnen. Manchmal sah man auch bei ihm, dass er etwas Besonderes machen möchte und nicht den gut stehenden Mitspieler anspielt. Dadurch sind einige Angriffe leider daneben gegangen, aber er wird kommen.

Ruud wird einfach gegen die Bayern ein Tor schießen, wenn sein Tor in Mainz nicht anerkennt wurde. Er ist gut drauf, hält den Ball, gewinnt Zweikämpfe, hat super mit Guerrero harmoniert und immer auch wieder seine Nebenleute ins Szene gesetzt. Sein Tor hätte ihm und dem HSV gut getan. Aber er wird seine Tore schießen, denn der HSV fängt langsam an zu rollen und damit wird Ruud seine Tore schießen.

Ich bin guter Dinge gegen Bayern und hoffe, dass die Mannschaft ihre Leistung wiederholen wird. Dann ist ein Sieg gegen Bayern drinnen und der HSV setzt sich oben fest.

Nur der HSV!

Panikroom für das Umfeld vom HSV

Freitag, Oktober 8th, 2010


Erstaunlich, was in Hamburg schon wieder los ist, weil der HSV am Beginn der Saison nicht auf Platz 1 steht. Erstaunlich auch die Meinungen, die geäußert werden. Spielt der HSV gut, aber verliert, wird gesagt, es ist wichtig zu gewinnen – egal wie. Gewinnt der HSV dann und spielt nicht so gut, wird auf die Mannschaft und den Trainer verbal ein geprügelt, weil sie nicht gut gespielt haben.

Ganz ehrlich? Wenn wir Meister werden und wir haben die Saison über nicht gut gespielt, wäre mir das egal. Welche Mannschaft ist schon mit Schönspielerei Meister geworden? Wenn ich mir letztes Jahr ansehe. Bayern wurde mal wieder Meister. Haben sie schön gespielt? Sie hatten Phasen, in denen ihnen alles gelingen wollte. Aber die ganze Saison über? Nein. Anfänglich stotterte der Motor arg, dann kam er langsam ins Rollen, aber da waren die Spiele noch nicht schön, sondern sie wurden gewonnen. Als dann eine Reihe gewonnener Spiele auf ihrem Konto waren, spielten sie phasenweise auch schönen Fußball. Aber nicht in jedem Spiel. Es kam auf den Gegner an. Wie oft hat die Mannschaft so la la gespielt und das Spiel wurde durch eine Einzelleistung von Robben entschieden? Oft genug! Also welcher Erwartungen gibt es beim HSV? Dort soll die ganze Saison über der Gegner an die Wand gespielt werden, mindestens mit zwei Toren unterschied gewonnen werden, am besten zu Null. Ein schöner Traum, aber welche Mannschaft auf der Welt schafft das?  Barcelona, Real Madrid, Manchester United? Nein, keine der Mannschaften schafft es, aber in Hamburg werden diese Ansprüche geäußert. Schade, denn dadurch wird viel kaputt gemacht.

Anfangs hat der HSV gut gespielt, darauf hin stellten sich die Vereine hinten rein. Die Spiele wurden unentschieden gespielt. Bei den nächsten zwei Gegnern spielte der HSV gut und dominant, aber die Spiele gingen verloren. Also kann doch der Anspruch für die nächsten Spiele nur sein – gewinnen egal wie. Der HSV gewann das nächste Spiel, ich freute mich, weil man deutlich sah, dass die letzten vier Spiele, die nicht gewonnen wurden, an den Nerven zerrten. Da freue ich mich einfach mal über ein gewonnenes Spiel und mir ist egal, wie wir gewonnen haben. Jetzt müssen zwei oder drei Spiele her, die einfach gewonnen werden, egal wie, dann ist der HSV wieder oben dran und die Konkurrenz ist nicht enteilt. Dann kann man langsam schauen, ob die Spiele auch schön gewonnen werden können, aber das wäre niemals meine Zielsetzung. Denn an erster Stelle stehen drei Punkte, wenn dann noch ein schönes Spiel dazu kommt, super. Aber nur in der Reihenfolge.

Auch kann ich die Kritik derzeit nicht verstehen. Es ist der siebte Spieltag gespielt und der HSV ist seit Jahren mal nicht auf Platz 1. Schön! Denn in den letzten Jahren wurden die Mannschaften Meister, die von hinten kamen und am Ende noch etwas zusetzen konnten. In den letzten Jahren hat sich der HSV anfangs verausgabt und konnte nicht mehr zusetzen, wenn es drauf an kam. In Hamburg wird erwartet, dass ein Trainer nach sieben Spieltagen sein System und seine Handschrift einbringen kann. Nach sieben Spieltagen? Wie lange dauerte es bei van Gaal? Und wie lange bei Klopp, den jetzt alle feiern? Beide brauchen die komplette Hinserie. Ich kann mich gut erinnern, dass wir Herrn Klopp in Hamburg nicht als Trainer hatten, weil Beiersdorfer ihm die Fähigkeit absprach, international die Spiele zu gewinnen. Das er das kann, zeigt er eindrucksvoll. Klopp, der ein guter Trainer ist, brauchte in Dortmund lange bis die Mannschaft sein System spielte und seine Handschrift zu sehen war. Dort wurde er gelassen, er durfte weiterarbeiten. In Hamburg wäre er in der Zeit schon wieder entlassen worden, weil alles kritisieren. Hamburg steht als zwar nur auf Platz Sieben, aber welche Mannschaften, die letztes Jahr am Ende vor uns standen, sind denn jetzt vor uns? Genau, lediglich Dortmund und Leverkusen. Warum die Panik? Wir sollten mal tief ein und ausatmen und die Ruhe bewahren. Wir sollten Herrn Veh mal eine Saison geben und am Ende wird geguckt, was wir haben. In der Mannschaft spielen Spieler, die ohne ihn gekauft wurden. Er übernimmt Spielermaterial, ist mit Verletzungen gestraft und soll trotzdem seine Handschrift einbringen. Das geht, aber es dauert. Wir sollten mal wieder ein bisschen Ruhe einkehren lassen und nach außen ein besseres Bild abgeben.

Mein Wunsch wäre es, dass Veh zwei Saisons beim HSV spielt und wir ihm die Zeit geben, dass seine Handschrift zu sehen ist. Bekommt er die Zeit?

Stuttgart 21 – der lange Weg bis heute

Montag, Oktober 4th, 2010


Ich habe von diesem Projekt schon 1996 gehört und gelesen. Es gab damals schon Widerstände, weil schon damals klar war, dass das Projekt so einfach nicht durchzusetzen wäre. Die Gefahren beim Tunnelbau, die Kostenexplosion usw. also alles Gründe, die auch heute noch gelten. Damals waren die Einwände für mich so nachvollziehbar, dass ich dachte, nee, der wird nicht gebaut. Entsprechend wurden in anderen Städten mit genau diesen Einwänden diese Bahnprojekte nicht realisiert. Aber schon damals war klar, dass es in Stuttgart nicht um ein normales Projekt ging. Es wurden die Klüngel, die Verbindungen einiger Firmen, die freundschaftlichen Gutachten usw. kritisiert. Im Grunde genommen sind die Firmen, die damals beteiligt waren, sei es Planung, Ausführung, Genehmigung, Gutachten alle miteinander verwoben. Ich wohnte in Baden-Württemberg und bin seit dem etwas weiter weggezogen (Hamburg bzw. jetzt Mecklenburg-Vorpommern). Ich als jetzt Außenstehende bekam keine weiteren Informationen zu diesem Projekt.

Als ich von dem bevorstehenden Bauvorhaben hörte, dachte ich nur, okay, dann haben sie wohl alles aus der Welt geschafft, dass es jetzt doch gebaut wird. Aber je mehr ich lese, um so mehr sehe ich, dass die Einwände von damals noch heute die Gleichen sind. Wie kann das sein? Wie kann die Politik und die Deutsche Bahn (ja eigentlich auch Politik) so gegen die Einwände wehren oder sagen wir – ignorieren?

Trotzdem hielt ich mich ruhig, ich dachte, in der Politik kannst du eh nichts machen. Es ist sinnlos, denn die Politiker machen eh was sie wollen. Wenn sie den Bahnhof bauen wollen, werden sie ihn bauen. Wie bereits alles.

Aber als ich dann sah, wie gegen friedliche Demonstranten vorgegangen wurde, spürte ich, dass die Politiker zu weit gegangen sind. Bei mir und anscheinend auch bei vielen anderen. Denn es ist ein Ruck durch die Menschen gegangen und ich hoffe, dass es so bleibt.

Bei mir war es so, dass ich dachte, dass ich eh nichts ändern könnte. Es geht um „Verbrechen“ und wer das am Besten hinbekommt ist halt an der Macht. Ich kümmerte mich nicht mehr um die Politik. Ich las mir nicht mehr ide aktuellen Themen durch. Ich resignierte. Mein Gedanke, wenn ich desisoliert wegschaue, kann nichts mehr passieren, aber weit gefehlt. Die Politik hat es sich anscheinend sehr bequem gemacht, denn es haben wohl viele nicht mehr hingeschaut. Sie fanden es toll, dass sie machen konnten, was sie wollten. Dafür spricht auch, dass nach spätestens 3 Monaten alles vergessen ist von den Wählern. Aber ich habe durch Stuttgart 21 gesehen, was passieren wird, wenn ich weiterhin den Kopf in den Sand stecke. Es nimmt dramatische Formen an. Stuttgart 21 ist doch nur der Tropfen, der das ganze zum Überlaufen brachte. Vorher war es die Finanzkrise, die Bankenkrise, die Streichungen bei den Ärmsten, den nun-nicht-mehr-Atomausstieg, die offensichtlichen Lügen. Nun kam Stuttgart 21 hinzu und die Machtausübung, die sie sichtlich genossen. Wie man sich sonst hinstellen kann und so viele Lügen über den Fernsehbildschirm äußern kann, ist mir ein Rätsel. Es beginnt mit den steinewerfende Demonstranten, zu Gewalt gegenüber den Polizeibeamten hin zu es wurde kein gebündelter Wasserstrahl verwendet. Es wird gelogen, damit die Bevölkerung ruhig gestellt wird. Gut, dass es viele, viele, ja sogar sehr viele Bilder und Filme gibt, die genau das Gegenteil zeigen.

Die Politik und damit meine ich nicht die CDU in Baden-Württemberg, sondern die gesamte in Deutschland, hat gedacht, dass sie mit uns alles machen kann, weil wir die ganzen Jahre alles mit uns machen ließen. Aber das war ein Fehler, den sie hoffentlich bereuen wird. Aber wenn ich an die 3 Monate Haltbarkeit denke, wird bis zur nächsten Wahl schon wieder alles vorbei sein. Ich hoffe es nicht, denn es geht um uns!

Entsetzen über Stuttgart 21

Freitag, Oktober 1st, 2010


Ich bin immer noch geschockt! Seit gestern Mittag erfahre ich, wie mit friedlichen Demonstranten umgegangen wird, wenn sie im Wege stehen. Ich sehe einen Mann, der sein Augenlicht verloren hat, ich sehe Kinder mit gebrochenen Nasen, ich sehe ältere Menschen, die völlig geschockt ob der Gewalt sind. Ich lese und sehe, wie dieses Projekt gerechtfertigt wird. Eine angemeldete und genehmigte Schülerdemonstration wird von der Politik und der Polizei als menschliches Schutzschild kritisiert. Anfangs werden bewusst (?) Falschmeldungen veröffentlicht, womit die Härte entschuldigt wird. Steine werfende Demonstranten? Gewaltbereite Demonstranten? Vielleicht sahen diese Menschen, die das behaupteten, alte Bilder oder Filme aus anderen Orten und zu anderen Zeiten? Entschuldigt wurde diese Falschmeldung nicht. Aber zur besten Fernsehzeit gesendet hat sicherlich viele Menschen beruhigt. Denn wenn die Demonstranten angreifen muss dich die Polizei wehren. Also alles in Ordnung! Oder?

Es ist erstaunlich, wie manche Projekte gegen alle Argumente und (berechtigte) Kritik durchgedrückt wird. Denn anders kann das Vorgehen nicht bezeichnet werden. Seit dem das Projekt Stuttgart 21 vor über zehn Jahren vorgestellt wurde, gibt es Kritik. Aber diese Kritik ist nicht einfach eine Meinung gegen den Bahnhof, sondern es ist eine Kritik an den Gutachten, an den Kostenberechnungen und an der Art des Zustandekommens. Von Anfang an, gab es bei diesem Projekt undurchsichtige Machenschaften, die immer nur ansatzweise aufgedeckt werden können.Von Anfang an wurde über Gefälligkeiten Gutachten erstellt oder aber es saßen immer dieselben Person bei den Entscheidungen. Von Anfang an, wurde in einer Fernsehreportage gezeigt, wie bestimmte Menschen über Beteiligungen an verschiedenen Firmen sich selber das Projekt genehmigten. Von Anfang an haben die Befürworter erklärt, sie hätten Fehler begangen, aber würden alles Geradebiegen. Aber liegt nicht genau da der Fehler? Haben Sie schon mal versucht ein verbogenes Stück Metall geradezubiegen? Genauso wenig funktioniert es mit den Gutachten und den Genehmigungen.

Die Politik sieht sich im Recht, schließlich hätte der Bürger sie gewählt. Nur leider kann in unserer Politik (noch) nicht einzelne Projekte und Vorhaben gewählt werden, sondern man wählt eine Partei bei der man selten zu 100% alles abnickt. Es wird die Partei gewählt, die die wenigsten Fehler hat. Es geht mittlerweile nur noch darum das bessere Übel zu wählen. Anschließend spielen sich viele Politiker auf, als hätten sie einen Freibrief. Wie gerade jetzt geschehen in Stuttgart. Rech fühlt sich im Recht, immerhin wurde er mit seiner Partei gewählt. Vielleicht sollten einige Politiker nicht nur sehen, dass sie gewählt wurden, sondern auch, dass immer weniger zur Wahl gehen, weil es keine Wahl mehr gibt. Unter lauter Schlechten zu wählen ist eine schlechte Wahl. Die Politik sollte den Wähler ernst nehmen und ihn nicht niederprügeln. Oder soll das Gebahren in Stuttgart die Wahlbeteiligung heben?

Aber was beschwere ich mich. Es ist doch schön, wenn endlich mal wieder durchgegriffen wird und mir als mündiger Bürger gesagt wird, was ich darf und was nicht. Wenn also kritisiert wird, dass Jugendliche nicht demonstrieren dürfen/sollten und die älteren Herrschaften auch nicht, okay, endlich mal eine Ansage. Jetzt weiß ich, was ich tun darf und was nicht. Genau das hat bei uns gefehlt. Einer, der sagt, wo es lang geht und mir auch sagt, wie ich zu gehen habe. Oder hatten wir das schon mal? Es wird kritisiert, dass Jugendliche teilnahmen und diese wohl auch nach vorne durchgeschoben wurden. Okay, bei jeder Veranstaltung wird der kleinste nach vorne geschoben, damit er sehen kann. Es konnte nicht davon ausgegangen werden, dass diese Gewalt angewandt wird. Außer der Polizei natürlich. Hätte sie von Anfang an ihr Vorgehen transparent gemacht, wäre vielleicht alles anders geworden. Sie hätten ja sagen können, wir schlagen auf alles ein was uns im Wege steht. Dann hätten in der ersten Reihe sicherlich nicht die Jugendlichen und die Alten gestanden. Sondern dann hätten sich dort andere postiert.

Wenn ich sehe, wie in Baden-Württemberg auf friedliche Demonstranten eingeschlagen wurde, dann muss ich mich zwangsläufig daran erinnern, dass das das erste Bundesland war, in der die NPD in die Landesregierung gewählt wurde. Zufall? Was sind das für Polizisten, die dort auf friedliche Demonstranten einschlugen? Die alte Frauen und Männer verprügelten? Die Jugendliche mit Pfeffergas beschossen? Die Deeskalations-Truppe hätte vielleicht nicht auf die Demonstranten, sondern auf die eigene Polizisten eingehen sollen.

Was bleibt ist eine Ohnmacht gegenüber der Politik, die ich schon länger nicht mehr verstehe. Aber diese Ohnmacht zermürbt und ich frage mich, wie ich damit umgehen soll. Der Staat macht derzeit was er will und kümmert sich nicht wirklich um seine Bürger. Ich frage mich, wie lange das noch gut geht. Wie lange lassen wir uns das gefallen? Jeder Mensch ist leidensfähig, aber irgendwann ist ein Tropfen genug. Wann wird das sein? Welcher Tropfen? Es wird gespart, um die Verfehlungen der Politik und der Großkonzerne auszugleichen. Die Schulden der Bank zahlt der Bürger. Der Bürger wird überall zur Kasse gebeten. Ist es dann der richtige Zeitpunkt für ein Projekt Stuttgart 21 mit jetzt geplanten 4 Milliarden und geschätzten 18 Milliarden Euro? Ist das das richtige Zeichen an die Bürger? Aber das passt ins Bild. Eine Atomausstiegsvereinbarung wird gekippt, weil angeblich kein Geld da wäre und leider dann auch noch als Sensation verkauft. Auch hier wird wieder für Zündstoff gesorgt, denn Gorleben soll doch weiterleben.

Wann ist es genug?